Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Überschwemmung auf dem Balkan Serbien erwartet eine weitere Flutwelle

Ein Ende der Überschwemmungskatastrophe auf dem Balkan ist nicht in Sicht: Erneut mussten Tausende Menschen ihre Häuser verlassen. In Serbien wird eine neue Flutwelle erwartet, auch die Donau könnte über die Ufer treten.
Update: 20.05.2014 - 14:31 Uhr Kommentieren
Kein Strom, kein Haus – nur Wasser
State of emergency declared due to flooding in Serbia
1 von 11

Ein Mann betrachtet eine geflutete Straße von seinem Dach aus in Pozega, 200km süd-westlich von Belgrad, Serbien: Ein Ende der Hochwasserkatastrophe auf dem Balkan ist nicht in Sicht. Bislang kamen mehr als 20 Menschen ums Leben. Weit über eine Million Einwohner der armen Länder in Südosteuropa sind von den Überschwemmungen betroffen. 95.000 Haushalte müssen ohne Strom auskommen. Die Schäden allein in Serbien werden auf eine Milliarde Euro geschätzt. In Bosnien-Herzegowina bestätigten die Behörden am Samstag wenigstens 16 Tote, in Serbien fünf.

(Foto: dpa)
State of emergency declared due to flooding in Serbia
2 von 11

Männer evakuieren eine Familie aus Obrevonac: In dem serbischen Ort nahe Belgrad haben Helfer zwölf Leichen geborgen. Die Stadt liegt direkt an der Sava und ist mit am Schlimmsten von der Flut betroffen.

(Foto: dpa)
State of emergency declared due to flooding in Serbia
3 von 11

Die Einwohner von Obrenovac mussten in eine Turnhalle umziehen, denn 90 Prozent der Stadt wurden überflutet. Deutschland hat Serbien und auch Bosnien-Herzegowina Unterstützung angeboten. Experten des Technischen Hilfswerks (THW) seien bereits in Serbien eingetroffen, weitere Hilfsmaßnahmen würden koordiniert. „Noch ist das ganze Ausmaß der Katastrophe nicht erkennbar“, erklärte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). „Den Familien, die ihre Angehörigen infolge der Flut verloren haben, sprechen wir unser tiefes Mitgefühl aus.“

(Foto: dpa)
State of emergency declared due to flooding in Serbia
4 von 11

Helfer arbeiten an einem Deich am Sava-Fluss in Belgrad, Serbien: In den Städten Sabac, Mitrovica und Kostolac sei die Hochwasserlage unter Kontrolle, teilten die Einsatzkräfte mit. Ein weitere Welle wurde bis zur Wochenmitte erwartet.

(Foto: dpa)
State of emergency declared due to flooding in Serbia
5 von 11

Parkende Autos in Obrenovac, Serbien: Serbiens Regierungschef Aleksandar Vucic bestätigte die Verhaftung von Geschäftsleuten, die die Notlage der Menschen ausgenutzt und die Preise für Mineralwasser und Lebensmittel um ein Vielfaches angehoben hätten. Zeitungen in Serbien kritisierten, dass die Meteorologen nicht rechtzeitig vor den Unwettern gewarnt hätten.

(Foto: dpa)
Belgrad
6 von 11

Die Flutwelle der Sava erreichte am Sonntagabend die Hauptstadt Belgrad: Freiwillige, die von der Regierung in Belgrad an die Brennpunkte geschickt worden waren, klagten über die schlechte Organisation ihres Einsatzes.

(Foto: Imago)
Doboj highway 150 km from Sarajevo closed to traffic due to lands
7 von 11

Der ramponierte Doboj Highway ist bis auf Weiteres geschlossen: In Doboj, Bosnien-Herzegowina, stand das Wasser stellenweise noch bis zu vier Meter hoch. „Höchste Priorität hat jetzt das Auffinden der Toten“, sagte Bürgermeister Petrovic. Man müsse herausfinden, wie viele Menschen in den Fluten umkamen: „Es werden viele Tote sein.“ Einsatzkräfte brachten bis Sonntag 20 Opfer in die städtische Leichenhalle.

(Foto: dpa)

Belgrad Keine Atempause für die Bewohner der Flutgebiete in Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Serbien: In der Nacht zum Dienstag mussten erneut Tausende Menschen ihre Häuser verlassen. Die kroatischen Behörden bestätigten inzwischen ein zweites Todesopfer. Insgesamt kamen bislang in den drei Ländern mindestens 47 Menschen ums Leben, einige werden noch vermisst. In Belgrad und anderen serbischen Städten entlang des Flusses Save wurde eine weitere Flutwelle erwartet, Einsatzkräfte arbeiteten mit Hochdruck daran, die Uferbefestigungen zu verstärken.

Die Flutkatastrophe gilt nach bosnischen Regierungsangaben als die schwerste seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Schäden in der Landwirtschaft dürften sich nach einer Schätzung des Bauernverbands auf mehrere Milliarden Euro belaufen.

Die Gefahr von hochgespülten Minen besteht weiter. Alma Al-Osta, Expertin für Landminen bei der Organisation Handicap International, rief die Menschen zur Vorsicht auf. „In überfluteten Gebieten wissen wir also nicht mehr, wo Minen zu finden sind, und wir wissen auch nicht, wo und wie wir danach suchen sollen. Zwei Ratschläge werden derzeit an die Bevölkerung ausgegeben: Wenn sie ihre Häuser und Wohnungen säubern, müssen sie sehr vorsichtig sein - und sie sollen nicht durchs Wasser waten“, sagte Al-Osta in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa.

In Kroatien überschwemmte die Save mehrere Dörfer, in Bosnien-Herzegowina mussten etwa 11.000 Menschen vor den Fluten in Sicherheit gebracht werden. Etwa eine Million der 3,8 Millionen Einwohner des Landes ist Behördenangaben zufolge von den Überschwemmungen betroffen. Hunderte Erdrutsche verursachten zusätzliche Zerstörung.

Serbien ruft Staatstrauer aus
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Überschwemmung auf dem Balkan - Serbien erwartet eine weitere Flutwelle

0 Kommentare zu "Überschwemmung auf dem Balkan: Serbien erwartet eine weitere Flutwelle"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.