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Überschwemmungen Hochwasser geht zurück – außer am Rhein

Der Pegel des Rheins steigt in Nordrhein-Westfalen weiter an. Für die Schifffahrt gelten erste Einschränkungen. Im Rest Deutschlands hat sich die Hochwasserlage jedoch weitestgehend entspannt.
29.12.2012 - 15:32 Uhr Kommentieren
Uferstraße in Königswinter (NRW): Das Wasser bahnt sich seinen Weg. Quelle: dpa

Uferstraße in Königswinter (NRW): Das Wasser bahnt sich seinen Weg.

(Foto: dpa)

Berlin/Düsseldorf Mit Ausnahme von Nordrhein-Westfalen hat sich die Hochwasserlage am Samstag in Deutschland weitgehend entspannt. An Rhein und Mosel wurden stagnierende bis fallende Pegelstände gemeldet. Auch für die Flüsse in Baden-Württemberg und Bayern kam überwiegend Entwarnung.

Derweil stieg der Pegel des Rheins in Nordrhein-Westfalen weiter an. Der Wasserstand in Köln lag am Samstagmittag bei etwa 7,80 Metern, wie die Hochwasserschutzzentrale mitteilte. Bis Sonntagfrüh klettere der Wasserstand auf etwa 7,85 bis 8,05 Meter mit dann gleich bleibender Tendenz. Der Scheitel des Hochwassers werde voraussichtlich am Sonntagabend erreicht. Für die Schifffahrt wäre der Rhein einem Wasserstand von 8,30 Metern gesperrt. Die Altstadt müsste ab einem Stand von etwa 9,40 Metern mit mobilen Schutzwänden vor dem Wasser geschützt werden.

Der Pegel des Rheins in Düsseldorf lag am Samstag bei über 7,30 Metern und damit erneut über der ersten Hochwassermarke von 7,10 Metern. Deshalb galten erste Einschränkungen für die Schifffahrt. Eingestellt wird der Verkehr auf dem Rhein in Düsseldorf jedoch erst ab einem Wasserstand von mehr als 8,80 Metern.

Schifffahrt auf Teilen von Mosel und Neckar noch gesperrt

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    Anderswo stagnierten oder fielen die Pegelstände am Rhein, wie ein Sprecher des Hochwassermeldezentrums in Mainz sagte. Am Oberrhein bei Maxau war am Vormittag allerdings kurzzeitig der kritische Pegel von 7,50 Metern erreicht worden. Die Schifffahrt auf der Mosel bei Trier blieb aber zunächst gesperrt, da die Marke von 6,95 Metern noch nicht dauerhaft unterschritten wurde.

    In Baden-Württemberg wurden am unteren Neckar und am Unterlauf von Kocher und Jagst die Höchststände in der Nacht auf Samstag erreicht, am Oberrhein bei Maxau am Samstagmorgen, wie die Hochwasservorhersagezentrale mitteilte. Lediglich in der baden-württembergischen Donau flussabwärts von Beuron stiegen die Wasserstände zunächst noch an.

    Die Wasserstände des Neckars sind seit dem späten Freitagabend wieder fallend. Zwischen Heidelberg und Heilbronn war am Samstag die Schifffahrt allerdings noch eingestellt. Laut einem Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamts war der Pegel am Vormittag noch 60 Zentimeter über dem höchsten schiffbaren Wasserstand. Die Schifffahrt auf dem Neckar soll voraussichtlich im Laufe des Sonntagnachmittags wieder freigegeben werden.

    Auch in Bayern gehen Pegelstände zurück

    Auch in Bayern gehen die Pegelstände der Flüsse allmählich zurück. Zu Überflutungen landwirtschaftlicher Flächen kommt es noch im Bereich der Fränkischen Saale, des Oberen Mains, vereinzelt im Regnitzgebiet und in Harburg/Wörnitz, wie der Hochwassernachrichtendienst des Bayerischen Landesamtes für Umwelt mitteilte. An den Oberläufen sinken die Wasserstände aber deutlich.

    Am Main in Würzburg werde am Sonntag möglicherweise noch einmal knapp die Meldestufe 1 erreicht, an manchen Orten wie in Schwürbitz und flussabwärts würden die Wasserstände bis zur Meldestufe 2 ansteigen.An der Donau zwischen Regensburg und Pfelling wird auch noch einmal die Meldestufe 2 überschritten.

     
    • dapd
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