Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Ukraine Hundert Teilnehmer bei erster Homosexuellen-Parade

Hundert Aktivisten haben in Kiew die erste Homosexuellen-Parade abgehalten. Sie trotzten einem gerichtlichen Verbot und nahmen das Risiko schwulen- und lesbenfeindlicher Übergriffe in Kauf.
25.05.2013 - 14:06 Uhr 2 Kommentare
Die Organisatoren der Parade hatten den Teilnehmern zu bequemer Kleidung und flachen Schuhen geraten, damit sie leichter vor möglichen Angreifern fliehen könnten. Quelle: dpa

Die Organisatoren der Parade hatten den Teilnehmern zu bequemer Kleidung und flachen Schuhen geraten, damit sie leichter vor möglichen Angreifern fliehen könnten.

(Foto: dpa)

Kiew In Kiew haben Schwule und Lesben am Samstag die erste Homosexuellen-Parade in der Ukraine abgehalten. An dem rund 20-minütigen Marsch unweit des Stadtzentrums beteiligten sich trotz eines gerichtlichen Verbots und der Gefahr schwulen- und lesbenfeindlicher Übergriffe etwa hundert Aktivisten.

Die Teilnehmer schwenkten Regenbogenflaggen und hielten Transparente mit Aufschriften wie "Homosexualität ist keine Krankheit" hoch. Auch eine Delegation aus München sowie Homosexuelle aus den Niederlanden, Dänemark und Norwegen marschierten mit. Die Kundgebung wurde von einem massiven Polizeiaufgebot begleitet.

"Dies kann als ein historischer Tag betrachtet werden", erklärte Mitorganisatorin Elena Semjonowa. In der ehemaligen Sowjetrepublik ist Homophobie weit verbreitet. Die Organisatoren der Parade hatten den Teilnehmern zu bequemer Kleidung und flachen Schuhen geraten, damit sie leichter vor möglichen Angreifern fliehen könnten.

Mit der Parade setzten sich die Teilnehmer über die Entscheidung eines ukrainischen Gerichts hinweg, wonach in Kiew am Samstag wegen eines Stadtfests keine Kundgebungen abgehalten werden sollen. Bei der Stadtverwaltung gingen mehr als 500 Beschwerden über die geplante Homosexuellen-Parade ein.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Mehr als 60 Parlamentarier unterzeichneten einen Aufruf für ein generelles Verbot von Homosexuellen-Veranstaltungen im Mai und Juni. Nach Angaben der Veranstalter der Parade sind ein bis zwei Millionen der 45 Millionen Einwohner der Ukraine homosexuell.

    Auch im Nachbarland Russland riefen Aktivisten für Samstag zu zwei nicht genehmigten Kundgebungen für die Rechte Homosexueller auf. Bei dem Versuch, sich vor dem Parlament und dem Bürgermeisteramt in Moskau zu versammeln, wurden die Demonstranten festgenommen, darunter der bekannte Aktivist Nikolai Alexejew.

    • afp
    Startseite
    Mehr zu: Ukraine - Hundert Teilnehmer bei erster Homosexuellen-Parade
    2 Kommentare zu "Ukraine: Hundert Teilnehmer bei erster Homosexuellen-Parade"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.


    • selten so viele dumme Kommentare zu einer der natürlichsten Sachen der Welt gelesen

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%