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Unruhen in St. Louis Polizist tötet schwarzen Teenager

Der Tod des 18-jährigen Michael Brown sorgt für Unruhen in St. Louis im Süden der USA. Der Teenager soll von einem Polizeibeamten bei einer Auseinandersetzung getötet worden sein. Seit Sonntag protestieren die Einwohner.
11.08.2014 - 19:35 Uhr Kommentieren
In St. Louis protestieren die Menschen. Auslöser ist der Tod eines schwarzen Teenagers, den ein Polizist erschossen haben soll. Quelle: dpa

In St. Louis protestieren die Menschen. Auslöser ist der Tod eines schwarzen Teenagers, den ein Polizist erschossen haben soll.

(Foto: dpa)

St. Louis Ein Polizist hat im US-Staat Missouri einen unbewaffneten schwarzen Teenager erschossen und damit Unruhen ausgelöst. Laut Polizeichef Jon Belmar hat der 18-jährige Michael Brown den Beamten in einem Vorort von St. Louis während einer Auseinandersetzung in das Polizeiauto gedrängt. Dann sei mindestens ein Schuss abgegeben worden. Die Leiche Browns soll Stunden nach seinem Tod noch auf der Straße gelegen haben.

Der Vorfall vom Samstag führte am Sonntag zu Protesten im dem Vorort Ferguson mit rund 20 000 Einwohnern. In der Nacht zum Montag folgten Unruhen, bei denen laut Berichten von US-Medien mindestens 32 Menschen festgenommen und zwölf Geschäfte geplündert wurden.

Die Bürgerrechtsorganisation NAACP nannte Browns Tod „herzzerreißend“. „Michael Brown bereitete sich auf das College vor, und nun bereitet sich seine Familie darauf vor, ihr Kind zu beerdigen. Sein Leben wurde durch eine tragische Begegnung mit der Polizei abgekürzt“, erklärte der Vorsitzende Cornell William Brooks.

Der Fall weckt Erinnerungen an mehrere umstrittene Todesschüsse in den USA. Im Februar 2012 hatte George Zimmerman den 17 Jahre alten Schwarzen Trayvon Martin in Florida erschossen. Vor Gericht berief er sich erfolgreich auf Notwehr. Im November 2012 wurde der Jugendliche Jordan Davis nach einem Streit über laute Musik erschossen. Auch dessen Todesschütze Michael Dunn plädiert auf Notwehr, eine Gerichtsentscheidung steht noch aus.

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