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Unwetter in Oberstdorf 20 Menschen weiterhin in Notunterkünften

Entwarnung nach der Schlammlawine: 500 Einwohner des bayrischen Oberstdorf wurden in Sicherheit gebracht und dürfen nun zurück in ihre Häuser. Doch 20 Menschen müssen weiterhin fürchten, dass ihre Häuser einstürzen.
15.06.2015 - 08:42 Uhr Kommentieren
Andauernder Regen löste im bayrischen Oberstdorf eine Schlammlawine aus, ein bedrohtes Wohngebeit mit bis zu 500 Menschen wurde vorsorglich evakuiert. Quelle: dpa
Die Spuren der Schlammlawine

Andauernder Regen löste im bayrischen Oberstdorf eine Schlammlawine aus, ein bedrohtes Wohngebeit mit bis zu 500 Menschen wurde vorsorglich evakuiert.

(Foto: dpa)

Oberstdorf Nach der Schlammlawine im bayerischen Oberstdorf sind nahezu alle der 500 in Sicherheit gebrachten Einwohner in ihre Häuser zurückgekehrt. „Bis auf 20 Menschen sind alle wieder zu Hause“, sagte ein Polizeisprecher in der Nacht zu Montag. Statiker sollen demnach nun prüfen, ob ihre Häuser einsturzgefährdet sind und ob man sie sanieren kann. Solange müssen die Betroffenen in Notunterkünften ausharren.

Das Wohngebiet der Oberstdorfer war am Sonntagabend vorsorglich geräumt worden, nachdem andauernder Starkregen eine Schlammlawine ausgelöst hatte. Der Faltenbach oberhalb der Stadt war so stark angeschwollen, dass sich an seinem Ufer Erdmassen lösten. Diese rutschten talwärts und kamen in der Nähe der Oberstdorfer Skisprungarena zum Stehen. Der Schlamm hatte dort acht bis zehn Meter hoch gestanden.

Entwarnung gab es in der Nacht auch im Schwarzwald. Dort hatte nach ein Erdrutsch nach heftigem Regen einen Wanderweg versperrt. Weil auch nach dem Unwetter noch immer Autos auf dem nahen Parkplatz standen, suchten zahlreiche Einsatzkräfte und ein Rettungshubschrauber nach Verschütteten. Die Aktion wurde beendet, nachdem alle Fahrzeuge abgeholt worden waren. „Wir suchen niemanden mehr“, erklärte ein Polizist in der Nacht.

Der Wanderweg blieb trotzdem vorläufig gesperrt, auch aus Sorge vor neuem Regen. „Das Wetter wird ja nicht besser“, erklärte der Polizist. Besonders im Hochschwarzwald und im Allgäu galten die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes bis in den Morgen weiter.

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