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Urteil in London Gericht erklärt Boris Becker für zahlungsunfähig

Boris Becker kann seine Außenstände bei einer Londoner Privatbank seit Jahren nicht bezahlen. Ein britisches Gericht sah keinen Hoffnungsschimmer – und stellte die Insolvenz fest. Beckers Anwalt sieht den Fall ganz anders.
21.06.2017 Update: 21.06.2017 - 20:18 Uhr 7 Kommentare
Die Tennislegende kann Bankschulden nicht begleichen – ein Gericht erkennt darin Insolvenz. Quelle: Reuters
Boris Becker

Die Tennislegende kann Bankschulden nicht begleichen – ein Gericht erkennt darin Insolvenz.

(Foto: Reuters)

London/Berlin Der Tennisstar Boris Becker ist von einem Londoner Gericht für zahlungsunfähig erklärt worden. Eine britische Privatbank hatte gegen den dreifachen Wimbledon-Sieger wegen einer ausstehenden Summe geklagt – und von einer Richterin Recht bekommen. Ihr lägen „leider“ nicht ausreichend Beweise vor die belegen könnten, dass Becker diese Summe begleichen könne, erklärte Richterin Christine Derrett nach Berichten der BBC und anderer Medien im Anschluss an eine gerade einmal 30-minütige Gerichtsverhandlung. Das Gericht bestätigte das Urteil auf Anfrage.

Derrett gehe daher davon aus, dass die von der Klägerseite - der Privatbank Arbuthnot Latham – eingereichten Unterlagen der Ordnung entsprächen „und stelle somit die Zahlungsunfähigkeit fest“. Um wie viel Geld es bei der Klage geht, ist nicht bekannt. Auch die Art der Schuldverschreibung bleibt unbekannt. Becker soll aber seit fast zwei Jahren Schulden bei der Bank haben. Diese war nicht zu einer Stellungnahme bereit.

Becker selbst war nicht in London vor Gericht erschienen. Seine Anwälte baten die Richterin um 28 Tage Aufschub, weil der 49-Jährige gerade über eine Hypothek für seine Immobilie auf Mallorca verhandele, offenbar, um kurzfristig liquide zu sein. Er sei nicht gerade ein Profi, wenn es um finanzielle Dinge ginge, erklärte sein Anwalt den Berichten zufolge, außerdem könnte es seinem Image schaden, es sei in seinem eigenen Interesse, dass er der Forderung nachkomme.

Doch die Richterin lenkte nicht ein. Sie wisse sehr wohl, um wen es gehe, sagte sie, „ich erinnere mich daran, wie ich ihm beim Tennisspielen auf dem Centre Court gesehen habe“. Aber zu der Erkenntnis, dass ihm dieses Thema schaden könne, „hätte er schon vor langer Zeit kommen können“, sagte sie. Es komme nicht oft vor, dass jemand einer Zahlungsaufforderung so lange nicht nachkomme. Die Forderung sei „historisch“. Man habe den Eindruck, als wäre er „ein Mann, der den Kopf in den Sand gesteckt hat“.

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    Becker hat über seinen deutschen Anwalt Medienberichte dementiert, wonach er pleite sei. Sein Rechtsanwalt Christian Schertz erklärte am Abend: „Das Verfahren betrifft ein Darlehen, das Herr Becker binnen eines Monats in voller Höhe zurückgezahlt hätte.“ Becker sei „überrascht und enttäuscht, dass sich die gegnerische Bank in einem konkreten Zivilverfahren in Großbritannien entschieden hatte, Klage gegen ihn einzureichen“.

    Die Kanzlei Schertz Bergmann Rechtsanwälte kündigte an, Becker werde beantragen, die Verfügung umgehend aufzuheben. „Medienmeldungen, wonach unser Mandant „pleite“ sei, entsprechen damit nicht der Wahrheit.“

    Mit Material von dpa.

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    7 Kommentare zu "Urteil in London: Gericht erklärt Boris Becker für zahlungsunfähig"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ja klar, und Lily Becker ist im Gladiatoren-Camp, weil sie so viel Spaß dran hat.

    • Fahndung, da war doch schon mal was mit Besenkammer.

    • Das ist der Nachteil von Prominenz.

      Dem Normalbürger drohen keine Veröffentlichungen mit Fahndungsfotos in den medien.

    • Herr Tomas [email protected] haben halt keine Ahnung von der anderen Lebensweise,
      da wird man nicht Wutbürger sondern man löst sich auf zum nicht Bürger.

    • Oh nein, Herr Spiegel, machen Sie uns keine Angst! Nicht, dass der Boris auch noch zum Wutbürger wird! Ein Abgehängter! Ein Opfer der Obamaeconomics! Wird er der deutsche Donald Trump?

    • Willkommen im Club der Pleitiers. Bei Bedarf gebe ich Ratschläge.

    • Da wäre es am einfachsten gewesen , das Anwaltbüro wäre in Vorlage gegangen ! ...und die "Rufschädigung " hätte es nicht gegeben !

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