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US-Hacker Anklage gegen Kreditkartenbetrüger

Sieben Jahre lang sollen fünf Männer Bankdaten weltweit mit Hackersoftware ausgespäht und Hunderte Millionen damit verdient haben. Nun erhob ein US-Gericht Anklage - hat aber ein Problem mit den Angeklagten.
26.07.2013 Update: 26.07.2013 - 03:46 Uhr Kommentieren
Daten von Millionen Bankkunden sollen die Täter abgeschöpft haben. Quelle: dpa

Daten von Millionen Bankkunden sollen die Täter abgeschöpft haben.

(Foto: dpa)

Washington Im mutmaßlich größten Fall von Kreditkarten-Betrug in der US-Geschichte sind fünf Männer aus Osteuropa angeklagt worden, obwohl die meisten von ihnen noch flüchtig sind. Die Staatsanwaltschaft von Newark im US-Bundesstaat New Jersey beschuldigte sie am Donnerstag, mittels Hackersoftware die Geheimnummern und Passwörter von mehr als 160 Millionen Bankkunden gestohlen zu haben.

Die vier Russen und ein Ukrainer sollen über sieben Jahre hinweg Zahlungsdienstleister von rund 15 Einzelhandelsunternehmen und Finanzinstituten in aller Welt ausgespäht und damit Schäden in dreistelliger Millionenhöhe verursacht haben. Dabei haben sie nicht selbst Konten abgeschöpft, sondern die gestohlenen Daten verkauft.

Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge bekamen sie für die Nummern von US-Kreditkarten jeweils etwa zehn Dollar, bei europäischen Kreditkarten nahmen sie pro Stück etwa 50 Dollar ein. Zudem sollen die Männer auch persönliche Daten und Passwörter bei Unternehmen gestohlen haben.

Ihnen werden unter anderem illegale Zugriffe auf das Datensystem des Börsenbetreibers Nasdaq, der belgisch-französischen Dexia-Bank, der Supermarktketten Carrefour und 7-Eleven sowie der Kreditkartenfirmen Visa Jordanien und Diners Singapur vorgeworfen. Allein drei der geschädigten Firmen haben Verluste von mehr als 300 Millionen Dollar (227 Millionen Euro) gemeldet.

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    Ermittler waren den Hackern vier Jahre lang auf der Spur und halten die Zahl von 160 Millionen betroffenen Bankkunden noch für eine zurückhaltende Schätzung. Von den Angeklagten befindet sich lediglich ein Russe schon in US-Haft. Ein zweiter wartet in den Niederlanden auf seine Auslieferung, die anderen drei Verdächtigen sind weiterhin auf freiem Fuß.

    • afp
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