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USA Tornados töten fast 300 Menschen

Der Südosten der USA erlebt die schlimmste Serie von Tornados seit fast vier Jahrzehnten. Mindestens 297 Menschen wurden in den Tod gerissen, in einem Atomkraftwerk fiel vorübergehend die Stromversorgung aus.
29.04.2011 - 08:34 Uhr Kommentieren
In Tuscaloosa wütete ein 1,5 Kilometer breiter Tornado. Feuerwehrleute suchen nach Überlebenden. Quelle: dapd

In Tuscaloosa wütete ein 1,5 Kilometer breiter Tornado. Feuerwehrleute suchen nach Überlebenden.

(Foto: dapd)

Pleasant Grove/Alabama Hunderte oder womöglich Tausende wurden verletzt. Rettungskräfte suchten in den Trümmern zerstörter Häuser nach Überlebenden. Die Unwetterfront richtete am Mittwoch von Texas bis New York schwere Schäden an. Streckenweise fegten die Wirbelstürme mit mehr als 300 Stundenkilometern über das Land. Meteorologen zählten insgesamt mehr als 150 Tornados. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Opfer noch steigen könnte. Einwohner und Rettungskräfte suchen weiter unter den Trümmern nach Überlebenden.

US-Präsident Barack Obama wollte am Freitag in das Katastrophengebiet reisen und sich persönlich ein Bild vom Ausmaß der Schäden machen. Obama äußerte sich erschüttert: „Der Verlust an Menschenleben ist herzzerreißend“, sagte er im Weißen Haus. Es handele sich um die schwersten Wirbelstürme seit Jahrzehnten. Der Präsident sagte den Menschen Hilfe zu. Die Regierung lasse die Betroffenen beim Wiederaufbau nicht allein. Dem Staat Alabama sagte er Bundesmittel zur Bewältigung der Naturkatastrophe zu. Eine vom Präsidenten unterzeichnete Erklärung ermöglicht Betroffenen, finanzielle Hilfe zu beantragen.

Etwa eine Million Menschen in Alabama hatten nach Angaben von Gouverneur Robert Bentley keinen Strom. Ein Atomkraftwerk musste vorübergehend mit Dieselgeneratoren betrieben werden, nachdem die externe Stromversorgung zusammengebrochen war.

Epizentrum der Katastrophe war Tuscaloosa: Ein riesiger Tornado fegte mit einer Breite von 1,5 Kilometern über die Stadt. „Es war ein Monster“, sagte ein Augenzeuge. Innerhalb von Minuten machte der Wirbelsturm ganze Straßenzüge dem Erdboden gleich. Autos wurden durch die Luft gewirbelt. „Es ist ein Chaos“, sagte eine Überlebende. Rund um Tuscaloosa stürzten Bäume und Strommasten auf die Straßen, zahlreiche Autofahrer ließen ihre Wagen stehen, um Schutz zu suchen. Die Ausläufer der Sturmfront reichten bis nach New York, wo Dutzende Straßen überschwemmt wurden.

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    Die Schäden seien derart enorm und so weit verbreitet, dass es wahrscheinlich Tage dauern werde, bis das Ausmaß der Katastrophe abzusehen sei, sagte Alabamas Gouverneur Robert Bentley.

    Aus Mississippi und Tennessee wurden jeweils 33 Tote gemeldet. 15 Menschen starben in Georgia, fünf in Virginia. In Kentucky wurde ein Mensch in den Tod gerissen.

    In Huntsville mussten auch die Meteorologen des Nationalen Wetterdienstes vor Tornados in einen Schutzraum flüchten und ihre Überwachungsaufgaben auf die Kollegen in Mississippi übertragen. In der gesamten Region seien 137 Tornados gemeldet worden, das Ausmaß der Schäden sei noch nicht abzuschätzen, sagte die Meteorologin Chelly Amin.

    • dapd
    • dpa
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