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Vatikan-Skandal Kammerdiener des Papstes drohen sechs Jahre Haft

Paolo Gabriele wurde erstmals von einem Untersuchungsrichter vernommen. Ihm drohen bis zu sechs Jahre Haft. Das gilt allerdings nur für die Weitergabe vertraulicher Dokumente. Denn es drohen noch weitere Klagen.
05.06.2012 - 20:07 Uhr Kommentieren
Paolo Gabriele im Papstmobil. Quelle: AFP

Paolo Gabriele im Papstmobil.

(Foto: AFP)

Vatikanstadt In der Affäre um die Weitergabe vertraulicher Dokumente aus dem Vatikan drohen dem Kammerdiener des Papstes bis zu sechs Jahre Haft. Dem vor knapp zwei Wochen festgenommenen Paolo Gabriele werde bislang schwerer Diebstahl zur Last gelegt, sagte der Richter Paolo Papanti-Pellettier, der im Kirchenstaat arbeitet, aber nicht direkt mit den Ermittlungen in dem Fall befasst ist, am Dienstag vor Journalisten. Dafür sei im Vatikan eine Haftstrafe von ein bis sechs Jahren vorgesehen. Gabriele könne möglicherweise aber auch noch wegen anderer Delikte wie Hehlerei oder Geheimnisverrat angeklagt werden.

In den vergangenen Monaten waren immer wieder interne Dokumente des Vatikans an italienische Medien weitergegeben worden, in denen es unter anderem um Korruptionsvorwürfe ging. Der Kammerdiener des Papstes steht im Verdacht, eine der undichten Stellen im Kirchenstaat zu sein.

Der 46-jährige Gabriele wurde am Dienstag erstmals von einem Untersuchungsrichter vernommen, wie Vatikansprecher Federico Lombardi mitteilte. Er wurde demnach in Begleitung seiner beiden Anwälte verhört. Sollte es zu einem Prozess kommen, könne dieser im Vatikan stattfinden, sagte Papanti-Pellettier. Eine mögliche Haftstrafe könne Gabriele aber nicht im Kirchenstaat absitzen, weil es dort kein Gefängnis gebe. Der Vatikan müsse die italienische Regierung dann um die Unterbringung in einer italienischen Haftanstalt bitten.

Momentan ist der Kammerdiener in einer 16 Quadratmeter großen Zelle in einem Gerichtsgebäude im Vatikan untergebracht, wie der Richter sagte. In dem Zimmer gibt es demnach ein Bad, ein Fenster, ein Bett und ein Kruzifix, aber keinen Fernseher. Am Sonntag durfte Gabriele den Angaben zufolge die Messe besuchen. Er sei von zwei Wachleuten begleitet worden, habe aber keine Handschellen getragen.

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