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Vertriebenen-Zentrum Falsche Pressemitteilung sorgt für Verwirrung

In der Diskussion über die Besetzung der Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ mit Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach ist eine gefälschte Pressemitteilung aufgetaucht, welche die Deutschen Presse-Agentur dpa zeitweise für echt hielt. Der Inhalt wurde daher von der Nachrichtenagentur vorübergehend verbreitet. Wer hinter der Aktion steckt, ist noch unklar.
4 Kommentare

HB BERLIN. Bei der Deutschen Presse-Agentur dpa traf am Dienstagmorgen per E-Mail mit gefälschtem Absender der Bundesstiftung eine Mitteilung ein, wonach eine "Neustrukturierung" und Erweiterung des Stiftungsrates um drei Mitglieder geplant sei. Als Kontakt war "Dr. Robert Eckhäuser" mit einer Berliner Telefonnummer angegeben.

Dass es sich bei der Mitteilung und der dazugehörigen Internetseite um eine Fälschung handelte, war laut dpa zunächst nicht erkennbar. Auch eine telefonische Rückfrage bei dem angegebenen Kontakt ergab zunächst keine Zweifel an der Authentizität. Für Aufklärung sorgte schließlich der Direktor der Vertriebenen-Stiftung, Manfred Kittel, in Berlin.

Die Hintergründe der Fälschung waren zunächst weitgehend unklar. Die gefälschte Internet-Seite www.bundesstiftung-fluchtvertreibung.de ist laut einer Netzseiten-Abfrage auf den Namen des Berliner Aktionskünstlers Philipp Ruch registriert. Ruch, der in Berlin ein "Zentrum für Politische Schönheit" betreibt, gab auf Anfrage keine schlüssige Erklärung, sondern teilte dpa per Mail mit: "Die Aktion war mir bislang nicht bekannt." Zugleich äußerte er massive Kritik an der Stiftung.

In der Pressemitteilung hatte es geheißen, die Bundesstiftungwolle den Einfluss des Bundes der Vertriebenen (BdV) mit Erika Steinbach an der Spitze auf die geplante Vertriebenen- Gedenkstätte schmälern. Der Stiftungsrat, der die Arbeitsschwerpunkte absteckt, solle um drei auf 15 Mitglieder erweitert werden, wurde fälschlicherweise behauptet.

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4 Kommentare zu "Vertriebenen-Zentrum: Falsche Pressemitteilung sorgt für Verwirrung"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Peinlich, wenn einem dermaßen die Argumente ausgehen, dass man schon lügen "muss"... Es zeigt auf welchem Niveau die politischen Debatten in Deutschland sich zuweilen befinden... Super-peinlich für die initiatoren dieser "Aktion", da muss jemandem wohl der Sinn des Lebens fehlen, dass er schon Lügengebäude aufbaut... (sorry) aber das war daneben, Jungs ;-)

  • Gut gemacht, politische Schoenheit!!

  • http://www.netzpolitik.org/2009/medienhack-dpa-faellt-auf-falsche-pressemeldung-der-stiftung-flucht-vertreibung-versoehnung-herein/

    Hübsche Aktion

  • politicalbeauty.de

    steckt dahinter.

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