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Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs Der Papst schweigt – Wann wusste er was über Ex-Kardinal McCarrick?

Die Vorwürfe des Ex-Diplomaten gegen den Papst wiegen schwer. Franziskus soll schon lange über Fehlverhalten des Ex-Kardinals McCarrick informiert gewesen sein.
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Papst bezeichnet Missbrauchsfälle als „abscheuliche Verbrechen“

KnockPapst Franziskus will den gegen ihn erhobenen Vorwurf der Vertuschung von sexuellem Missbrauch durch einen Ex-Kardinal weder dementieren noch bestätigen. Das Schreiben des ehemaligen Vatikanbotschafters in den USA, Carlo Maria Viganò, „spricht für sich selbst“, sagte der Papst auf dem Rückweg von seinem Irland-Besuch im Flugzeug vor Reportern.

Viganò hatte am selben Tag einen elfseitigen Text veröffentlicht, laut dem er Franziskus schon 2013 über Missbrauchsvorwürfe gegen den früheren Washingtoner Erzbischof und Ex-Kardinal Theodore McCarrick unterrichtet habe. Doch sei McCarrick vom Papst rehabilitiert worden, erklärte Viganò. Damit warf er Franziskus vor, an der Vertuschung von McCarricks Taten beteiligt gewesen zu sein.

Andere Vertreter des Heiligen Stuhls hätten bereits seit 2000 davon gewusst, dass McCarrick regelmäßig Seminaristen in sein Bett geholt habe, hieß es in dem Brief, der auf der Webseite der katholischen Zeitung „The National Catholic Register“ und auf der konservativen Webseite „LifeSiteNews“ veröffentlicht wurde. Dennoch sei McCarrick später zum Kardinal ernannt worden.

Die früheren Außenminister des Vatikans hätten unter den Päpsten Johannes Paul II. und Benedikt XVI. jahrelang detaillierte Vorwürfe gegen McCarrick ignoriert, schrieb Viganò. Papst Benedikt XVI. habe ihn schließlich 2009 oder 2010 zu einem Leben in „Gebet und Buße“ sanktioniert, doch Papst Franziskus habe ihn rehabilitiert. Viganò betonte, es gebe Dokumente in den Archiven des Vatikans, die die von ihm beschriebenen Vorgänge belegten. Er forderte Franziskus wegen der Angelegenheit zum Rücktritt auf.

Franziskus wurde während einer Pressekonferenz an Bord gefragt, ob die Anschuldigungen des Ex-Diplomaten wahr seien. Zudem wollten die Reporter wissen, ob McCarrick schon 2013 unter Strafe gestanden habe, aber rehabilitiert worden sei. Dazu sagte der Papst lediglich, er habe Viganòs Dokument gelesen. Er vertraue darauf, dass Journalisten darüber ihr eigenes Urteil fällten. „Ich werde kein Wort darüber sagen“, ergänzte der Papst.

Im vergangenen Monat hatte er den Rücktritt des früheren Washingtoner Erzbischofs McCarrick vom Kardinalsposten akzeptiert. Zuvor hatte eine Untersuchung ergeben, dass der Missbrauchsvorwurf eines Minderjährigen glaubwürdig sei. Es war das erste Mal, dass ein hoher kirchlicher Würdenträger den Rang des Kardinals in einem sexuellen Missbrauchsskandal verlor. Seitdem haben sich weitere Personen zu Wort gemeldet, die laut eigenen Angaben von McCarrick missbraucht und belästigt wurden.

Eltern sollten ihre homosexuellen Kinder nicht verurteilen

Eltern sollten ihre homosexuellen Kinder aus Sicht von Papst Franziskus wegen deren Neigung nicht verurteilen. Zudem sollten sie die sexuelle Orientierung ihrer Kinder nicht einfach ignorieren oder sie aus dem Haus werfen, mahnte Franziskus auf dem Rückweg von seiner Irland-Reise am Wochenende im Gespräch mit Reportern. „Es hat schon immer schwule Menschen und Menschen mit homosexuellen Neigungen gegeben.“

Der Pontifex hatte auf die Frage geantwortet, was er einem Vater sagen würde, dessen Kind sich gerade geoutet habe. Als erstes würde er zum Gebet raten, sagte er. „Nicht verurteilen. Dialog. Verstehen, dem Kind Raum geben, damit er oder sie sich entfalten kann.“

Es könne zwar nötig sein, psychiatrische Hilfe zu suchen, wenn ein Kind „besorgniserregende“ Wesenszüge an den Tag lege, sagte er. Doch sei es etwas anderes, wenn ein Erwachsener sich als homosexuell zu erkennen gebe. Eltern sollten darauf nicht mit Schweigen reagieren. „Ein Kind mit dieser Neigung zu ignorieren zeigt einen Mangel an Mutter- und Vaterschaft“, mahnte der Papst, und ergänzte: „Dieses Kind hat das Recht auf eine Familie. Und dass die Familie es nicht verstößt.“

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1 Kommentar zu "Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs: Der Papst schweigt – Wann wusste er was über Ex-Kardinal McCarrick?"

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  • Ja, die Masche des “unkommentiert lassen”. Dabei hatte Jesus Christus gesagt: “Eure Rede sei: Ja ja, nein nein; was darüber hinausgeht stammt vom Bösen”. Franziskus kündigt immer Großes an, aber mehr passiert nicht. Doch er sagt nie was er tut und tut nie was er sagt. Die Leute loben ihn trotzdem. Er bietet der Welt, was sie gerade hören will, wie ein Politiker, egal ob es dann im Einklang mit Christus Lehre steht oder nicht. Gott Vater der Allmächtige hat seinen Eingeborenen Sohn gesandt, damit jeder, der an ihn glaubt, das Licht des Lebens hat. Nur wer sich in Seinem Namen taufen lässt, wird das ewige Leben haben, ob die Menschen es mögen oder nicht, aber das ist das Wort Christi. Aber das sagt Franziskus nicht mehr. Er hat nicht den Willen, die Probleme in seinem Haus zu lösen. Genauso wenig setzt er sich für Christus und Maria Muttergottes ein. Christus hat gesagt “Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung!”. Franziskus scheint sich eher dafür zu schämen. Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Es ist seine Aufgabe alle Menschen dieser Welt daran zu erinnern, dass Gott gibt, dass nur wenn man seine Lehre annimmt und seine Gebote beachtet und danach lebt, man auch gerettet werden kann. Aber Worte ohne Beispiel der Kirchenangehörigen bringen nix. Die katholische Kirche ist schon lange kein Beispiel mehr. So hat Gott Vater der Allmächtige von dort Seinen Heiligen Geist entzogen. Denn der leidvolle Schrei der Kleinen, der Unschuldigen und der Opfer dieser Skandale, die der Vatikan deckt anstatt sie anzuzeigen, ist bis zum Vater im Himmel hinauf gestiegen. Gott hat, aufgrund Seiner unendlichen Barmherzigkeit, Seinen Neuen Bund -unvergänglich und immerwährend- wieder hergestellt zugunsten jener, die die wahre Kindheit zu Christus leben wollen und jener, die vom guten Willen bewegt sind. Nicht mehr mit der Römisch-Katholischen Kirche, sondern mit der Christlichen Universalkirche des Neuen Jerusalems.