Vulkan Caulle Argentinien leidet unter Vulkanasche-Chaos

Obwohl die Aktivität der Vulkankette Caulle langsam nachlässt, sorgt die Asche in Chile und dem benachbarten Argentinien weiter für Ärger.
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Ein unter Asche begrabene Straße im argentinischen Villa La Angostura. Der Ort ist von dem Ausbruch des Vulkans Caulle besonders betroffen. Quelle: dapd

Ein unter Asche begrabene Straße im argentinischen Villa La Angostura. Der Ort ist von dem Ausbruch des Vulkans Caulle besonders betroffen.

(Foto: dapd)

Buenos AiresIn Argentiniens größtem Winterurlaubsort Bariloche sind die Hotelreservierungen wegen des Vulkanasche-Desasters um 80 Prozent zurückgegangen. Dort und im unweit gelegenen Villa La Angostura kämpfen die Menschen mit Besen, Schaufeln und Baggern gegen die Aschemassen. Allein diese beiden Städte im Südwesten Argentiniens befürchten kurz vor Beginn der Wintersaison auf der Südhalbkugel Einnahmeverluste in dreistelliger Millionenhöhe. Die Regierung in Buenos Aires sagte Nothilfen zu.

Villa La Angostura liegt nur etwa 35 Kilometer entfernt von der Vulkankette auf chilenischer Seite. Tausende Menschen haben den Ort schon verlassen. Die Schulen sind geschlossen, vielerorts fehlt noch Strom, auch die Telefonnetze sind in Mitleidenschaft gezogen.

Wie Argentinien in der Vulkanasche versinkt
Argentinian touristic town affected by Chilean volcano ashes
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Die Asche des chilenischen Vulkans Cordon Caulle überzieht ein argentinisches Dorf mit einem grauen Schleier. Der normalerweise malerische Ort Villa La Angostura mit etwa 7500 Einwohnern liegt nur 35 Kilometer von der Vulkan-Kette Caulle entfernt. Sie stößt seit bald zwei Wochen riesige Aschemengen in bis zu zehn Kilometer Höhe aus. Wie in einigen anderen argentinischen Orten auch, riefen die Behörden deshalb den Notstand aus.


Chilean volcano ashes
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Etwa 60 Prozent der Bewohner von Villa La Angostura, etwa 1600 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Buenos Aires, waren kurz vor dem Winterbeginn auf der Südhalbkugel ohne Strom. Auch die Wasserversorgung fiel wegen eines Pumpenschadens vorübergehend aus. Die zweiwöchigen Winterschulferien wurden schon vorgezogen, weil die Schulen ohnehin geschlossen bleiben mussten. Auf die Straßen gehen vielen Menschen nur noch mit einem Regenschirm ...

Argentina Chile Volcano
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... und Atemschutzmaske. Villa La Angostura ist eigentlich ein beliebtest Reiseziel für Wintersportler.

An overview of the mountain resort Villa la Angostura blanketed with ash from Chile's Puyehue-Cordon Caulle volcano chain in Argentina's Patagonia
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Doch statt weißem Pulverschnee ist die Stadt mit einer 30 Zentimeter dicken Schicht aus Vulkanasche bedeckt.

Ash from a volcanic eruption in Chile's Puyehue-Cordon Caulle chain cover parts of the water surface of the Nahuel Huapi Lake in the Argentine resort town of Villa La Angostura
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Weit und breit ist außer der grauen Schicht nichts zu sehen.

Sheep covered with ash from a volcanic eruption in Chile's Puyehue-Cordon Caulle chain are seen in the Argentine resort town of Villa La Angostura
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Die Asche stellt auch die Bauern in der Region vor große Probleme, die nun ihre Schafherden auf den Weiden haben. Nach amtlichen Zahlen gibt es zwei Millionen Schafe in der Region Patagonien, die Hälfte davon ist
von der Asche betroffen.

Argentina Chile Volcano
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Oder diese sehr unglücklich aussehende Kuh.

„Wir hoffen, dass dies alles bald vorbei sein wird. Unser aller Leben verändert sich durch diesen Vulkan“, sagte Eduardo Antriao, der in der Nähe von Villa wohnt. In dem Ort sind Hunderte Freiwillige unterwegs, um Dächer und Grundstücke zu säubern. Die Aschedecke ist mancherorts bis zu 40 Zentimeter dick.

In Argentinien sind die Provinzen Neuquén, Río Negro und Chubut an der Grenze zu Chile besonders betroffen. In Bariloche bleibt der Flughafen bis mindestens 30. Juni geschlossen. Die Straßen sind aschebedeckt, aber befahrbar. Der LKW-Verkehr wurde allerdings eingeschränkt.

Die Bewohner gehen oft nur mit Schutzmasken vor die Tür. „Die Asche ist nicht unschädlich, deshalb muss man die Inhalierung auf ein Minimum reduzieren“, sagte der Biologe und Direktor der Umweltschutzstiftung FUNAM, Raúl Montenegro.

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