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Weiter ohne Befund Keine Ehec-Erreger auf alten Sprossen

Sprossen bleiben Ehec-verdächtig, aber ebenso ohne Befund: Auch die Untersuchung einer älteren Warenprobe wurden keine Erreger gefunden. Forscher glauben kaum noch, die Quelle finden zu können. Und die Kritik wächst.
07.06.2011 Update: 07.06.2011 - 16:46 Uhr 1 Kommentar
Eine Tüte alter Sprossen: Ein Ehec-Erkrankter hatte die probe überraschend eingereicht. Quelle: dpa

Eine Tüte alter Sprossen: Ein Ehec-Erkrankter hatte die probe überraschend eingereicht.

(Foto: dpa)

Hamburg/Prag/Brüssel Die Ehec-Ermittler haben einen neuen Rückschlag erlitten. Die von einem Patienten aus Hamburg abgegebene Sprossen-Probe ist Ehec-frei, wie Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Dienstag sagte. Es sei für alle Beteiligten „absolut unbefriedigend und auch beängstigend, dass die Quelle noch nicht gefunden wurde“.

Der 42-jährige Hamburger hatte das Sprossengemüse eines inzwischen gesperrten Hofs in Niedersachsen im Kühlschrank vergessen. Die mehrere Wochen alte Packung hätte den Behörden dabei helfen können, die Infektionsquelle zweifelsfrei nachzuweisen. Erste Laborproben aus dem betroffenen Hof in Bienenbüttel waren am Montag ebenfalls negativ ausgefallen. Der Betrieb war in Verdacht geraten, weil er zahlreiche Lokale und Kantinen beliefert hatte, von denen Gäste erkranken.

Das Vorgehen des niedersächsischen Verbraucherschutzministers mit der Warnung vor Sprossen hält Prüfer-Storcks für richtig. „Ich bin der Meinung: Gesundheitsschutz ist keine Verhandlungssache, geht in jedem Fall vor.“

Derzeit sind bundesweit rund 3000 Ehec-Fälle und -Verdachtsfälle registriert. Mindestens 21 Menschen sind nach Angaben von Behörden gestorben. In den besonders betroffenen Ländern Hamburg und Niedersachsen flachte der Anstieg der Infektionszahlen ab. Dagegen ist die Zahl der Menschen, die sich in Schleswig-Holstein mit Ehec ansteckten, innerhalb eines Tages um fast 100 auf 676 gestiegen.

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    Das Robert Koch-Institut (RKI) nennt mehrere Gemüsesorten als mögliche Ehec-Träger. Die erste Patientenbefragung, die ein erhöhtes Erkrankungsrisiko nach dem Verzehr von Tomaten, Gurken und Salat gezeigt habe, sei durch weitere Untersuchungen bestätigt worden. Nur wenige Erkrankte hätten angegeben, Sprossen gegessen zu haben. „Nach gegenwärtigem Kenntnisstand ist es möglich, dass mehrere Gemüsesorten Überträger des Ehec-Bakteriums sind.“ Eine neue Studie frage nun speziell auch nach dem Verzehr von Salatzutaten inklusive Sprossen.

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    1 Kommentar zu "Weiter ohne Befund: Keine Ehec-Erreger auf alten Sprossen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Na sowas. Und noch ein Betrieb völlig grundlos ruiniert.
      Die Deppen da oben sollten lieber mal die Klappe halten statt ständig irgendwelchen Dünnschiss zu verzapfen.
      Nichts wissen aber den Hafen aufreißen.
      Persönlich haften sollten all die, die lauthals irgendwelche Vermutungen als Tatsachen unters Volk gebracht haben.

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