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Wende im Schmiergeld-Verfahren Ecclestone-Verteidiger beantragen Prozesseinstellung

Bernie Ecclestone soll einen BayernLB-Vorstand bestochen haben. Der Formel-1-Boss weist die Vorwürfe zurück. Nun könnte der Prozess früher enden als gedacht. Die Verteidigung macht der Staatsanwaltschaft ein Angebot.
29.07.2014 - 14:09 Uhr 4 Kommentare
Formel-1-Chef Bernie Ecclestone (re.) und sein Anwalt Sven Thomas haben eine Ausgleichszahlung angeboten. Quelle: dpa

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone (re.) und sein Anwalt Sven Thomas haben eine Ausgleichszahlung angeboten.

(Foto: dpa)

München Überraschung im Prozess gegen Bernie Ecclestone vor dem Landgericht München: Die Verteidigung des 83-Jährigen hat die Einstellung des Verfahrens gegen den Formel-1-Boss beantragt – die Staatsanwaltschaft setzte sich daraufhin mit an den Verhandlungstisch. In der Mittagspause wurde über ein Ende des monatelangen Verhandlungsmarathons diskutiert.

Noch ohne Ergebnis: „Es ist mir berichtet worden, dass es nicht zu einer Einigung gekommen ist?“, sagte der Vorsitzende Richter Noll bei Fortsetzung des Prozesses am Nachmittag. „Das ist der jetzige Stand“, betonte der Verteidiger. Dennoch ist offenbar demnächst mit einem Abschluss zu rechnen, erklärte auch die Gerichtssprecherin, denkbar sei eine Einstellung gegen Auflagen.

Die Verteidigung von Ecclestone hatte angeboten, der BayernLB eine Ausgleichszahlungen in Höhe von rund 25 Millionen Euro zu zahlen. Die Staatsanwaltschaft erklärte, sich möglicherweise mit dem Angebot, das offenbar bis zum 8. August gilt, anfreunden zu können.

Die Anklage wirft Ecclestone vor, Ex-BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky beim Verkauf der Formel-1-Mehrheit aus dem Besitz der Landesbank vor acht Jahren 44 Millionen Dollar Bestechungsgeld gezahlt zu haben. Er habe damit Einfluss auf den Besitzer der Formel 1 nehmen und seinen Job an der Spitze sichern wollen.

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    Ecclestone hat das stets zurückgewiesen und erklärt, sich von Gribkowsky bedroht gefühlt zu haben. Ecclestone steht seit dem 24. April vor Gericht, Beobachter hatten ursprünglich bereits zu Beginn des Mammutverfahrens mit einer Einigung zwischen Anklage und Verteidigung gerechnet.

    Verfahren belaste Ecclestone „extrem“
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    4 Kommentare zu "Wende im Schmiergeld-Verfahren: Ecclestone-Verteidiger beantragen Prozesseinstellung"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Mich widert die deutsche Judikative nur noch an: Diese ist zwischenzeitlich derart korrupt und verfilzt das es einem die Sprache verschlägt. Wieder so eine anrüchiges Verfahren- wer Geld hat, kauft sich frei. Wann hört dieser "Dreck" endlich auf? So macht man eine Demokratie kaputt. Vor dem Gesetz ist doch JEDER gleich. Oder nicht?!

    • Dann möchte ich einmal wissen, für was Herr Gribkowsky veruteilt worden ist. Wenn es einen "Bestochenen" gab, muss es auch einen "Bestechenden" gegeben haben. Da hätte man vielleicht den "Ecclestone-Prozeß" zuerst machen müssen.

    • Verständlich, daß Mr. E sich in seinem Alter seine Ruhe erkaufen möchte. Mitnehmen kann er schließlich nichts und fürs Verjubeln ist es jetzt zu spät.

    • Wohin wurde wie viel gespendet??

      Gott sei Dank hat er Kohle. Der normale Bürger würde für eine wesentlich geringere Sache ein paar Jahre sitzen!

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