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Wirtschaftsfaktor Urlaub Die Reiselust der Russen

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Reisen nach Deutschland steigen um 20 Prozent
Schnäppchen-Ressorts für Ski-Fans
Borowez
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Platz 5: Zwischen Kiefernwäldern und dem höchsten Gebirge des Balkans liegt das Borowez, das älteste Skigebiet Bulgariens. Das Skiressort bietet seinen Besuchern weite, offene Pisten in einer traumhaften Landschaft. Im Ort Borowez gibt es viele Bars, die sich den Happy-Hour-Angeboten verschrieben haben, sodass auch Après-Ski-Fans hier voll auf ihre Kosten kommen.

Quelle: skyscanner.com

(Foto: Wikimedia / Creative Commons)
BorowezII
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Auch wenn Borowez in diesem Ranking den letzten Platz belegt - wirklich teuer ist ein Urlaub hier nicht. Ein 6-Tage-Skipass kostet 124 Euro und Unterkünfte in Borowez gibt es ab 28 Euro pro Nacht.

(Foto: Wikimedia / Creative Commons)
Spindlermühle1
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Platz 4: In Spindlermühle im Riesengebirge in Tschechien finden Skibegeisterte viele Langlaufloipen und ein gut markiertes Netz an Skiwanderwegen. Die höchste Piste liegt auf 1310 Metern. Sollte die Höhe trotzdem keine Garantie für Schneemassen sein, hilft eine moderne Beschneiungsanlage nach. Das Resort eignet sich übrigens besonders für Familien und Anfänger.

Carven wie Skistars: Schladming bietet Skizirkus auf Weltcup-Niveau
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Ein 6-Tage-Skipass kostet 122 Euro und Unterkünfte in Spindlermühle gibt es schon ab 20 Euro pro Nacht.

(Foto: gms)
Vogel
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Platz 2: Hoch über dem Wocheiner See thront das Skigebiet Vogel in Slowenien. Eine moderne Seilbahn bringt die Skifans innerhalb weniger Minuten vom Tal in die Julischen Alpen. Diese gute Lage garantiert auch Schneesicherheit von Dezember bis Anfang März. Insgesamt gilt das Skigebiet als nicht sonderlich schwierig. Mutige können dafür auf unmarkierten Pisten fahren.

(Foto: Wikimedia / Creative Commons)
Kälte in Winterberg
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Ein 5-Tages-Skipass für das Gebiet kostet 120 Euro. Unterkünfte in Bohinj gibt es ab 17 Euro.

(Foto: dpa)
Poiana-Brasov2
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Platz 1: Ein richtiges Schnäppchen unter den Skigebieten ist der Wintersportort Pioana-Brasov in Rumänien. Auf mehreren olympischen Abfahrtspisten und Loipen können sich sowohl Anfänger als auch erfahrene Skifahrer und Snowboarder austoben. Zum kann der kleine Ort mit einer großen Anzahl an Après-Ski-Partys aufwarten: Vor allem in den Nachbarorten Brasov und Rosenau ist immer was los.
Quelle: flickr/Gabriel

Die Wahl des Urlaubsziels hängt natürlich sowohl vom individuellen Budget als auch von der zur Verfügung stehenden Zeit ab. Statistisch betrachtet verreisten die meisten Russen aber zwischen acht und 14 Tagen. Am häufigsten buchten sie Pauschalangebote in einer Höhe von 1000 bis 2000 Dollar. Wer es sich erlauben kann, überwintert aber auch wochen- oder monatelang in der Sonne.

Nach Deutschland kamen Ator-Angaben zufolge 300.000 Russen, was einen Anstieg von 20 Prozent bei organisierten Reisen bedeutet, zahlreiche Individualtouristen nicht mitgerechnet. „Der Reiseverkehr nimmt deutlich zu“, erklärte vor kurzem der deutsche Botschafter in Moskau, Ulrich Brandenburg, bei der Eröffnung des ersten privaten Visa-Zentrums in Moskau. In den Regionen sollen weitere Zentren folgen, die den Ansturm auf die Konsulate mindern.

Am liebsten machen die Russen Strandurlaub. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Romir. Viele wagen sich aber auch aus ihrer Hotelanlage am Meer raus und gehen auf Kurzexkursionen. Beliebt ist außerdem der Aktivurlaub mit Wandern, Tauchen oder Rafting, ebenso wie Reisen zum Jagen oder Fischen. Als Rucksacktouristen sind Russen hingegen weit seltener unterwegs.

Noch etwas lockt Russen nach Deutschland und in andere europäische Länder oder in den Nahen Osten: die Möglichkeit günstig einzukaufen. Vor allem Kleidung und Elektronik sind im der Heimat teils erheblich teurer. Für Russen wird das Ausland zum Einkaufsparadies. Der Finanzdienstleister Global Blue hat berechnet, dass russische Touristen von Januar bis September allein in Deutschland fast 250 Millionen Euro ausgegeben haben. 46 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dabei lassen die Besucher aus dem Osten mehr springen als andere. Die Zeitung „Komsolmoslkaja Prawda“ berichtet von 24 Milliarden Dollar, die Russen im vergangenen Jahr in europäischen Geschäften ließen.

Sonne, Sightseeing, Shopping – Russen haben kaum andere Ziele als andere Reisende. Dennoch haben sie oft keinen guten Ruf im Ausland, vor allem deutsche Touristen beklagten sich in den vergangenen Jahren immer wieder über Russen am Urlaubsort, weil diese angeblich zu viel essen, trinken oder einfach zu laut sind. Dass man im Urlaub auch mal über die Stränge schlägt, ist aber sicher nicht auf eine Nationalität zu beschränken. Auch in Russland gibt es Umfragen, wer die nervigsten Touristen am Ferienort in der Ferne sind. Das Ergebnis vor einiger Zeit lautete: Reisende aus Deutschland.

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