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Wrack des Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia könnte Ende Juni abgeschleppt werden

Seit knapp zwei Jahren liegt das Wrack des Kreuzfahrtschiffes vor der italienischen Insel Giglio. Aber offenbar nicht mehr lange: Ende Juni könnte die „Costa Concordia“ endlich abgeschleppt werden.
27.12.2013 - 10:13 Uhr Kommentieren
Die Bergung der Costa Concordia kommt voran. Inzwischen ist das Wrack vor der Küste schon aufgerichtet worden. Quelle: dpa

Die Bergung der Costa Concordia kommt voran. Inzwischen ist das Wrack vor der Küste schon aufgerichtet worden.

(Foto: dpa)

Giglio/Rom Das Wrack der havarierten „Costa Concordia“ vor der italienischen Insel Giglio könnte Ende Juni abgeschleppt werden. „Im April sollen die konkreten Arbeiten wieder aufgenommen werden, die Schwimmkästen installiert werden. Und dann könnte theoretisch Ende Juni das Schiff wieder schwimmen und die Insel endgültig verlassen“, sagte Giglios Bürgermeister Sergio Ortelli der Nachrichtenagentur dpa. „Da wird sich etwas bewegen in diesem Sommer“, sagte auch „Costa“-Sprecher Hansjörg Kunze. Um einen konkreten Termin festzulegen, sei es jedoch noch zu früh.

Das Kreuzfahrtschiff war am späten Abend des 13. Januar 2012 vor der Toskana-Insel Giglio auf einen Felsen gefahren und teilweise gekentert. 32 der mehr als 4200 Menschen an Bord starben bei dem Unglück. Am zweiten Jahrestag der Katastrophe will Giglio erneut an die Opfer erinnern. „Am 13. Januar werden sicherlich die dramatischen Momente zurückkehren, wir werden noch einmal Gedenkfeiern begehen“, sagte Ortelli. „Und wir haben die moralische Verpflichtung zu erinnern, vor den Familien der Opfer, vor den Opfern selbst.“

Auch über die Weihnachtsfeiertage sind die Arbeiten an dem Schiff fortgesetzt worden. „Es gibt überhaupt keinen Stopp, es wird konstant weitergearbeitet“, erklärte Kunze. Im September war mit dem Aufrichten des Wracks die schwierigste Phase der Bergungsaktion geschafft worden. „Wir haben ganz sicher die sensibelste Phase überwunden, aber das heißt nicht, dass es keine Risiken mehr gibt.“

Nachdem die „Costa Concordia“ stabilisiert und winterfest gemacht worden ist, sollen nun weitere Tanks angebracht werden, um es wieder schwimmfähig zu machen - insgesamt 30 Plastikkästen, die dem Schiff Auftrieb geben. Die Kosten für die Bergung liegen mittlerweile bei mehr als 600 Millionen Euro und steigen kontinuierlich weiter.

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    Die nächste Bergungsphase mit dem Abtransport des Schiffes soll im Juni folgen. „Alle Parteien bereiten sich jetzt darauf vor, die richtigen Partner zu finden, zum Beispiel für die Entsorgung des Schiffs“, sagte Kunze. Die Entscheidungen, in welchen Hafen der Kreuzfahrtkoloss gebracht werden soll und wie er dorthin gelangt, sind noch nicht endgültig getroffen. Im Oktober hatten die Bergungsexperten das niederländische Transportschiff „Dockwise Vanguard“ reserviert. Ob dieses tatsächlich zum Einsatz kommt, ist nach Angaben von Kunze jedoch noch nicht beschlossen.

    • dpa
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