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Zugunglücksursache Zug fuhr 190 statt 80 km/h

190 Kilometer pro Stunde statt der erlaubten 80: Die Ursache für eines der schlimmsten Zugunglücke Spaniens war deutlich überhöhte Geschwindigkeit. Warum der Lokführer allerdings so massiv zu schnell fuhr, ist ungeklärt.
25.07.2013 - 16:18 Uhr 1 Kommentar

Überwachungskamera filmt Zugunglück

Santiago de Compostela/Madrid Spanien steht unter dem Schock des schwersten Zugunglücks seit dem Zweiten Weltkrieg: Mindestens 78 Menschen kamen ums Leben und mehr als 140 wurden verletzt, als ein Hochgeschwindigkeitszug mit 220 Menschen an Bord aus Madrid auf dem Weg nach El Ferrol war aus unbekannter Ursache kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof der Regionalhauptstadt Galiciens entgleist. Einige Wagen waren neben den Gleisen gegen eine Mauer geprallt und umgestürzt, andere Waggons verkeilten sich ineinander. Ein Wagen flog sogar über die Begrenzungsmauer hinweg.

Am Tag nach der Katastrophe deutete alles darauf hin, dass der Zug vom Typ Alvia mit maßlos überhöhtem Tempo in die gefürchtete A-Grandeira-Kurve etwa vier Kilometer südlich vom Stadtzentrum raste. Alle 13 Waggons des Zuges sprangen aus den Schienen.

Allerdings gab es keine Angaben über die Ursache für die hohe Geschwindigkeit, die der Lokführer laut einem Zeitungsbericht in einem Funkspruch mit 190 Stundenkilometern angab. Die Tageszeitung „El País" berichtete unter Berufung auf Ermittlerkreise, der Lokführer habe hinzugefügt: „Ich hoffe, niemand ist tot, sonst wird das ewig mein Gewissen belasten."

Die Alvia-Züge können sowohl auf Hochgeschwindigkeitstrassen als auch auf normalen Gleisen fahren. An der Unglücksstelle sind 80 Stundenkilometer zulässig.

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    An dem entgleisten Zug gab es nach Angaben der staatlichen Bahngesellschaft Renfe „kein technisches Problem". Der Unglückszug sei noch am selben Morgen einer Inspektion unterzogen worden, sagte Renfe-Präsident Julio Gómez-Pomar Rodríguez.

    Am Unglücksort spielten sich grauenhafte Szenen ab. Leichen und Leichenteile lagen auf den Gleisen. Die Anwohner hörten die Schreie von Überlebenden. Mehrere Zeugen sprachen von einer „Explosion wie ein Donnerschlag", durch die sie zuerst auf das Unglück aufmerksam wurden. Nach den jüngsten Angaben der Bahngesellschaft befanden sich 218 Reisende und vier Mitarbeiter in dem Zug. Nahezu alle Überlebenden erlitten Verletzungen.

    Die Rettungskräfte bargen Tote und Verletzte aus den zertrümmerten Waggons. Neben den Gleisen lagen mehrere Tote, die mit Tüchern bedeckt waren. „Es passierte so schnell“, sagte ein Überlebender dem Radiosender Cadena Ser. Der Zug habe sich in einer Kurve verdreht, danach hätten sich die Waggons aufgetürmt. „Eine Menge Menschen wurde zu Boden gedrückt. Wir haben versucht, ins Freie zu kommen, und bemerkten dabei, dass der Zug in Flammen stand.“

    Staatstrauer für ganz Spanien
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    1 Kommentar zu "Zugunglücksursache: Zug fuhr 190 statt 80 km/h"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Mit Europa geht es bergab wenn so unqualifiziertes Personal durch einen fahrlässigen Fehler solch ein Unfall auslöst!
      Da braucht es auch keine anderwertigen Gefahren mehr welche von unseren Politikern für mehr Überwachung herauf beschworen werden!

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