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60 Jahre Goethe-Institut Wie die Welt die Deutschen wieder lieben lernte

Was prägt das Bild Deutschlands in der Welt? Natürlich deutsche Autos, deutscher Fußball und deutsches Bier - aber auch das Goethe-Institut. Nun feiert es seinen 60. Geburtstag.
05.07.2011 - 11:28 Uhr Kommentieren
Das Goethe-Institut feiert seinen 60. Geburtstag
"Das Goethe" wird 60 - Präsident Lehmann
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Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts. Seit 1951 fördert das Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein umfassendes Deutschlandbild.

(Foto: dpa)
"Das Goethe" wird 60 - Goethe-Institut in Damaskus
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Unterrichtsschluss in einem Goethe-Institut in Damaskus. Hauptziele sind, ein tieferes Verständnis der Kulturen untereinander zu schaffen und das Ansehen Deutschlands in der Welt zu stärken.

(Foto: dpa)
Goethe-Institut AthenGoethe Institut Athen
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Das Goethe Institut in Athen. In der griechischen Hauptstadt wurde 1952 das erste Auslandsinstitut gegründet. Schon nach zehn Jahren verfügte das Goethe-Institut über 17 Institute in Deutschland und 54 Präsenzen im Ausland.

(Foto: picture-alliance)
Israelis im Berlin-FieberGoethe Institut Tel aviv
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Werbung auf einem Bus in Tel Aviv für die Deutsch-Kurse im Goethe-Institut: Derzeit verfügt das Institut über 150 Institute und elf Verbindungsbüros in 93 Ländern, davon 13 Goethe-Institute in Deutschland.

(Foto: dpa/picture alliance)
Andre Hellers neue Show «Afrika! Afrika!»
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Tänzer des Projektes "Afrika! Afrika!" aus Guinea, Südafrika und dem Senegal, das in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut in Frankfurt stattfindet. Im vergangenen Jahrzehnt konzentrierte sich das Goethe-Institut beim Ausbau seines Netzwerkes auf die Entwicklungs- und Schwellenländer, besonders auf Afrika. Neben der Gründung neuer Institute engagierte sich das Institut für den Aufbau von Plattformen zum Austausch von Künstlern und Kulturschaffenden.

(Foto: dpa)
Sprachkurs- und Integrationskurs für ImameGoethe Institut Imame
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Imame in Köln bei einem Sprach- und Integrationskurs. Die aus der Türkei entsandten Gemeindevorsteher werden seit einiger Zeit im Goethe-Institut unterrichtet - denn sie haben eine wichtige Funktion für die Integration.

(Foto: dpa/picture alliance)
Goethe-Institut in Kalkutta wirbt für deutsche SpracheGoethe Institut Kalkutta
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Bahn in Kalkutta mit Werbung für das Institut: 2010 belief sich das Jahresbudget auf rund 334 Millionen Euro, davon rund 223 Millionen Euro vom Auswärtigen Amt. Dazu kamen Eigeneinnahmen, Spenden sowie Zuwendungen Dritter von 111 Millionen Euro.

(Foto: picture-alliance)

Berlin/München Als 1951 sechs Lehrer in München den privaten Verein „Goethe-Institut“ gründeten, planten sie zunächst nur Deutschkurse für ausländische Kollegen. Längst ist aus dem Verein eine international agierende Kultureinrichtung geworden - mit heute 150 Instituten in aller Welt, fast 3000 Mitarbeitern und Hunderttausenden von Veranstaltungen. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) nennt das Institut ein „Herzstück der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik“. Am Dienstag (5. Juli) feiert „Das Goethe“ in Berlin seinen 60. Geburtstag.

„Das ist wirklich eine Erfolgsgeschichte“, sagt Präsident Klaus-Dieter Lehmann im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. „Das Institut hat das Deutschlandbild im Ausland entscheidend mitgeprägt und immer wieder den internationalen Dialog angestoßen.“ Mehr als 200.000 Menschen nahmen allein im vergangenen Jahr an den Sprachkursen im In- und Ausland teil. Weltweit wird das Haus als Partner für den Kulturaustausch geschätzt.

Dabei war der Start nicht leicht. Hervorgegangen aus der 1945 von den Amerikanern aufgelösten Deutschen Akademie, musste das Institut nach Erkenntnissen der Historikers Eckard Michels („Von der Deutschen Akademie zum Goethe-Institut“, 2005) anfangs lange um eine klare Linie ringen. Auch der Umgang mit der eigenen Vergangenheit während der Nazi-Zeit wird später als zu unkritisch beschrieben.

1953 beginnen die ersten Sprachkurse in Bayern in Bad Reichenhall, es folgen Häuser in Murnau und Kochel. Die Idee: An kleinen, idyllischen Orten sollte sich das Nachkriegsdeutschland von seiner besten Seite zeigen. Auch im Ausland hatte die Kulturarbeit in den Anfangsjahren oft eher folkloristischen Charakter. So wird 1962 ein bayerisches Trachtenballett auf Asien- und Nahosttournee geschickt.

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    Erst während der Umbruchzeiten in den 60er und 70er Jahren schärft das Goethe sein gesellschaftspolitisches Profil. 1964 ist es Golo Mann, der auf Einladung des Instituts in Rom früh über die Oder-Neiße-Linie als endgültige Grenze zu Polen spricht. „Man merkte plötzlich: Die machen etwas, was eine Position erfordert, und keine Häppchen-Kultur“, sagt Lehmann im Rückblick.

    Die Globalisierung verändert die Arbeit
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