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Kunst im Flur

Bei Jones Lang LaSalle, den Maklern für Gewerbeimmobilien, fällt der Blick des Besuchers auf die schichtweise komponierten Gemälde von Söntke Campen. (Foto: Jones Lang LaSalle)

Add Art Wenn Unternehmen ihre Kunstwerke zeigen

Zum sechsten Mal „Add Art“: 19 Hamburger Unternehmen öffnen vier Tage lang ihre Türen und zeigen, welche Kunstwerke an den Wänden hängen.
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Eine neue Marke zu schaffen, ist im immer klammen Kulturbetrieb eine stete Herausforderung – sie am Leben zu erhalten aber oftmals noch schwieriger. Mit „Add Art“, einer in Hamburg angesiedelten Plattform für die Präsentation von junger und etablierter Kunst in Unternehmen, scheint das, zumindest vorerst, gelungen.

Vor sechs Jahren begann Hubertus von Barby, Geschäftsführer einer Kommunikationsagentur, mit der Arbeit an dem Projekt. Er gewann viele Verbündete wie die Handelskammer, die Hamburger Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) oder Partner wie aktuell die stadteigene Gesellschaft zur Förderung der Kreativwirtschaft, den Kulturkreis der deutschen Wirtschaft oder die Sparkassen-Stiftung Holstein.

Ihr gemeinsames Ziel: jährlich für einige Tage der hansestädtischen Öffentlichkeit zu präsentieren, was an Kunst sonst nur Besucher oder Mitarbeiter der Hamburger Institutionen und Unternehmen sehen können. Diesmal sind es 19 Teilnehmer, sie reichen gut gemischt vom Konzern bis zur Kanzlei, von der Agentur bis zum Immobilien-Makler.

Der Name ist dabei Programm und Aufforderung zugleich. „Add Art“, engagiere Dich für Kunst. Gemeint sind vornehmlich die Unternehmen. Die durchweg gute Qualität der ausgestellten Werke ist dabei für alle die beste Referenz. Im vergangenen Jahr kamen gut 1.700 Besucher.

Nur eine rechtzeitige Online-Anmeldung ist zu den angebotenen kostenfreien Führungen zwingend und dann, einem Adventskalender gleich, öffnen die Häuser ihre Türen, um Nachwuchskünstler und arrivierte Positionen vor Ort betrachten, bewundern, diskutieren zu können.

Bei Vattenfall schmücken die farbstarken Bilder von Konrad Zuse ein Büro. Quelle: Vattenfall
Vattenfall

Bei Vattenfall schmücken die farbstarken Bilder von Konrad Zuse ein Büro.

(Foto: Vattenfall)

Ein Podiumsgespräch in der Handelskammer lotet dazu regelmäßig Themen um den „Künstler als Sparringspartner“ aus. Lobenswert ist, dass es jetzt auch einen „Award für Nachwuchskunst“ gibt, gefördert mit 3.000 Euro von der Sparkassen-Stiftung Holstein. Außerdem erhalten laut Add Art alle Nachwuchskünstler von den Unternehmen ein Ausstellungshonorar, oder eines ihrer Werke wird angekauft. Und das Publikum darf die junge Kunst natürlich auch kaufen.

Also lauter Win-win-Situationen. Für die Stiftung der Sparkasse Holstein, die sich so Aufmerksamkeit in einer Zielgeographie sichern kann, in der sie bislang auch als Sparkasse nur sehr zögernd aktiv geworden ist. Das ist aktuell das Hoheitsgebiet der Hamburger Sparkasse (Haspa), die sich allerdings bei Add Art nicht mehr engagiert. Für die Unternehmen ist es ein Instrument des Employer Branding, um sich als guter und engagierter Arbeitgeber und Corporate Citizen zu präsentieren.

Sehen, was man sonst nicht sieht: Arbeiten von Dieter Roth in der Anwaltskanzlei Buse Fromm Heberer. (Foto: Buse Fromm Heberer)
Kunst der Juristen

Sehen, was man sonst nicht sieht: Arbeiten von Dieter Roth in der Anwaltskanzlei Buse Fromm Heberer. (Foto: Buse Fromm Heberer)

Die HAW, bislang nicht im Fokus der Avantgardekunst, und insofern das Gegenstück zur Hamburger Kunsthochschule, ermöglicht ihren Studenten Markterfahrungen. Das sind Wertschöpfungsketten wie aus dem Lehrbuch der Ökonomie.

Teilnehmer Add Art 2018 (22. Bis 25. November 2018): ADAC Hansa, Alphabeta, BDO, Buse Heberer Fromm, Chatham Partners, Golla Capital Advisors, Grand Elysée Hamburg, Handelskammer Hamburg, ims Internationaler Medien Service, Jones Lang LaSalle, K.D. Feddersen Holding, Lebuhn & Puchta, Lohmann konzept, Markert Gruppe, PPI, Schipper Company, TUI Cruises, vangard, Vattenfall.

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