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Antiquitätenbiennale Alles eine Frage des Prestiges

Wer etwas gilt in der Antiquitätenbranche in Italien, der stellt auf der Biennale in Florenz aus. Ausländische Altmeisterhändler sind da weniger Konkurrenz als willkommene Ergänzung.
  • Eva Clausen
02.08.2011 - 10:04 Uhr Kommentieren
Thomas Patch (Exeter 1725 - Florenz 1782), Piazza Signoria in Florenz (Ausschnitt). Quelle: Robilant + Voena

Thomas Patch (Exeter 1725 - Florenz 1782), Piazza Signoria in Florenz (Ausschnitt).

(Foto: Robilant + Voena)

Rom Italiens älteste und renommierteste Messe für Alte Kunst, die Internationale Antiquitätenbiennale in Florenz, geht im Herbst zum 27. Mal an den Start.  Vom 1. bis 9. Oktober 2011 versammeln sich im Palazzo Corsini am Arno 84 Galerien. Verglichen mit der vorherigen Veranstaltung 2009, als die Messe ihr 50-jähriges Bestehen mit der 26. Ausgabe feierte, bedeutet dies jedoch einen Rückgang. Vor zwei Jahren waren noch 90 Händler mit von der Partie. Angesichts der Flaute der Alten Kunst wie auch des stagnierenden Antiquitätenmarkts hätte der Rückgang gar stärker ausfallen können.

Ausweis der Seriosität

Doch Florenz ist, zumindest für die Inländer, ein Muss, die Anwesenheit ein Ausweis der Seriosität, Professionalität und nun auch des Durchhaltevermögens in Krisenzeiten. Wer in Italien in der Branche etwas auf sich hält, nimmt an der Messe teil und den mehr oder minder absehbaren finanziellen Verlust in Kauf. Denn die Ausstellungskosten mit dem Verkauf der Kunstobjekte zu decken, ist mehr ein frommer Wunsch denn ein zu erwartendes Ergebnis.  Die Präsenz ist hingegen eine Frage des Prestiges, das sich früher oder später bezahlt macht.

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    Seit einigen Jahren trifft man von daher auf der Messe die selben Händler an, abgesehen von der kurzen Auszeit der römischen Fraktion vor einigen Jahren, als Rom sich mit einer eigenen Messe vorgewagt hatte. Am Ende einigte man sich gütlich. Die Hauptstadt darf ihre Messe haben, erkennt aber die Vorrangigkeit von Florenz an. Da die Messen zwar beide im Oktober, zum Glück jedoch in einem austarierten Zweijahrestakt stattfinden, kommt man sich zeitlich nicht in die Quere. Der Konkurrenzkampf wird auf dem Feld des Zulaufs aus dem Ausland ausgetragen. Rom verbucht hier Erfolge. 2010, den Rom stehen die geraden Jahreszahlen zu, kletterte die Teilnehmerzahl der Ausländer von elf auf 18. In Florenz hingegen sinkt sie. 2009 waren es 15, in diesem Jahr sind es nur mehr elf.

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