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Asia Art Week in New York Der Markt für Asiatika beruhigt sich

Bei der New Yorker Asia Art Week zeigte der wirtschaftliche Abschwung Chinas seine Wirkung - die Auktionshäuser traten vorsichtig mit gesenkten Schätzpreisen an. Der Löwenanteil der Umsätze entfiel auf chinesische Kunst.
22.09.2012 - 10:54 Uhr Kommentieren
Eine seltene Flasche aus der Ming Dynastie wurde während der Asia Art Week in New York bei Sotheby's versteigert. Quelle: AFP

Eine seltene Flasche aus der Ming Dynastie wurde während der Asia Art Week in New York bei Sotheby's versteigert.

(Foto: AFP)

New York Etwas nervös wartete am Morgen des 12. September ein junger Taiwaner in der Auktion chinesischer Antiquitäten bei Sotheby's in New York auf sein Stichwort: Als endlich eine Pilgerflasche aus Porzellan mit schön klar gezeichneten Rosetten in Kobaltblaumalerei aus der Zeit des Kaisers Yongle (1403-1424, Taxe 600 000 bis 900 000 Dollar) aufgerufen wird, hebt er seine Nummer. Nach nur wenigen Minuten waren die drei Mitbewerber ausgeschaltet. Strahlend verließ er den Saal, er schuldete Sotheby's nun 1,3 Millionen Dollar brutto: "Das war preiswert! Ich hatte mit etwa zwei Millionen gerechnet. Es ist deutlich ruhiger geworden."

Das fasste gut die Stimmung der großen New Yorker Asia Art Week in der dritten Septemberwoche zusammen. Der wirtschaftliche Abschwung und der bevorstehende Machtwechsel in China zeigten Wirkung, vorsichtig traten die Häuser mit gesenkten Schätzpreisen an. "Auf dem Markt für chinesische Kunst dreht sich ja nicht alles nur um China. Es ist ein globaler Markt", betonte jedoch Henry Howard-Sneyd von Sotheby's. So sei der Unterbieter des Toploses der letzten Hongkonger Auktion, einer feinen grünen Porzellanschale, ein Japaner gewesen. Mit einem betont marktfrischen Angebot und guten Provenienzen konnte Sotheby's jetzt sogar 26,98 Millionen Dollar für Altchinesisches einnehmen, was für das Auktionshaus das beste Ergebnis in diesem Segment seit über fünf Jahren ist.

"Händler und Sammler verengen ihren Fokus und werden selektiver. Qualität ist mehr denn je gefragt. Vor allem die mit wichtigen Namen assoziierten Werke, seien es die Kaiser Qianlong (1736-1795) und Daoguang (1821-1850) oder ein moderner Meister wie Leeman Fong, sind erfolgreich", kommentierte Rich Cervantes beim lokalen Versteigerer Freeman's in Philadelphia seinen Sensationszuschlag vom 9. September. Dort wechselte die Dorfidylle "Campoon" des in China geborenen Lee Man Fong (1913-88) zu 1,3 Millionen (Taxe 60 000 bis 100 000) Dollar die Hände.

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