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Assekuranz Generali steigt in das Kunstversicherungsgeschäft ein

Die italienische Assekuranz Generali bietet Privatsammlern zukünftig Versicherungen und kunsttechnische Dienstleistungen. Standort der neuen Sparte „Arte Generali“ ist München.
05.12.2019 - 16:37 Uhr Kommentieren
Der Künstler Maurizio Cattelan fungiert als Werbebotschafter für
Oliviero Toscani

Der Künstler Maurizio Cattelan fungiert als Werbebotschafter für "Arte Generali" (Detail). Unter dem Arm das "Goldene Klosett", das im September aus einer Ausstellung im englischen Blenheim Palace gestohlen wurde.

(Foto: Arte Generali; VG Bild-Kunst, Bonn 2019 für Toscani)

München Der Kunstdiebstahl von Dresden dürfte nicht nur Museen, sondern auch Private für das Thema Versicherung sensibel gemacht haben. Das Timing für den italienischen Versicherungskonzern Generali, seine Sparte „Arte Generali“ zu lancieren, könnte deshalb nicht besser sein. Jetzt hat sich das neu gegründete, von München aus operierende Tochterunternehmen erstmals potentiellen Kunden und Partnern vorgestellt.

Die führenden Kunstversicherer Allianz, Hiscox und Axa haben damit ernsthafte Konkurrenz bekommen.. Generali strebt mit seiner frisch aus der Taufe gehobenen Sparte bis zum Jahr 2023 europaweit jährliche Prämieneinnahmen von 100 Millionen Euro an. „Damit“, so Arte-Generali-CEO Jean Gazançon, „könnten wir die Nummer eins in Europa werden.“.

Gazançon ist kein Neuling auf dem Gebiet. Vor seiner Tätigkeit für Generali war er als Chief Operations Officer der französischen AXA Art in Städten wie Tokio, London, aber auch in Köln tätig.

Ehrgeiziges Umsatzziel

Welche Rolle Deutschland als ein Land bedeutender Kunstausstellungen und regen Leihverkehrs, aber auch bedeutender privater Sammlungen spielen soll, verdeutlichen folgende Zahlen. Für das kommende Jahre rechnet Arte Generali mit Prämieneinnahmen in Höhe von 10 Millionen Euro. 2024 werden bereits 50 Millionen Euro erwartet. Sammler können sich jedoch nur dann versichern, wenn ihre Sammlung mehr als 500.000 Euro wert ist.

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    Grundlage der avisierten Umsatzziele sind die kontinuierlichen Wert- und Preiszuwachsraten von Kunst. Laut Generali umfasste 2017 der weltweite Wert von privatem und öffentlichem Kunstbesitz 3,5 Billionen Dollar und wird bis 2022 um fast 23 Prozent auf 4,3 Billionen Dollar steigen.

    Die Branche prognostiziert einen Zuwachs an Prämien bis 2022 um fast 33 Prozent. Betrugen sie 2017 brutto 1,7 Milliarden Dollar, könnten es 2022 laut Statistik 2,3 Milliarden Dollar werden.

    Werbung mit Klosett

    Dass Arte Generali mit ihrem Werbebotschafter Maurizio Cattelan auch in Deutschland Aufmerksamkeit auf sich zieht, ist sicher. Weniger bekannt ist der Hintergrund der Kampagne. Das echt goldene Klosett, ein mehrere Millionen Euro teures Kunstwerk Cattelans, wurde im September aus einer Ausstellung im englischen Blenheim Palace gestohlen. Als Kreativdirektor steht hinter dem Videospot und Werbeimage der Fotograf Oliviero Toscani, der in früheren Jahren mit umstrittenen Werbestrecken für Benetton bekannt wurde.

    Wie wichtig es für einen Kunstversicherer ist, an jenen Orten zu sein, wo sich die Sammler treffen, weiß auch Generali. Schon vor dem Launch von Arte Generali in der Pinakothek der Moderne bahnte sich zwischen dem Förderverein PIN.Freunde der Pinakothek und Arte Generali als Sponsor eine Partnerschaft an. Die erste gemeinsame Kooperation soll im Frühjahr starten und gilt der Unterstützung des Design-Build-Projektes. Der auf mehrere Jahre angelegte Sonderbau auf dem Pinakotheken-Gelände soll ein kreatives Labor enthalten, das Ideen von Architektur- und Designstudenten den Weg in die Praxis ebnet.

    Mehr: Neue Erkenntnisse: Lesen Sie hier, warum es die Diebe in Dresden so leicht hatten

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