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Auktion bei Bonhams in London Dieses Porzellan erzählt eine Geschichte

Heinrich Rothberger gehörte im frühen 20. Jahrhundert zu den bedeutenden Porzellansammlern Europas. Jetzt kommen die Reste seiner Kollektion unter den Hammer.
12.11.2020 - 12:33 Uhr Kommentieren
Toplos ist ein Set aus einer Platte und einer Deckelterrine auf hohem Standring (angeschnitten) mit seitlichen Henkeln und üppigem Goldrand. Es entstand circa 1735. Quelle: Bonhams
Porzellan aus der Du-Paquier-Manufaktur

Toplos ist ein Set aus einer Platte und einer Deckelterrine auf hohem Standring (angeschnitten) mit seitlichen Henkeln und üppigem Goldrand. Es entstand circa 1735.

(Foto: Bonhams)

London Der Wiener Warenhausbesitzer Heinrich Rothberger (1868–1953) hatte ein Auge für Porzellan. Im frühen 20. Jahrhundert baute er eine bedeutende Porzellansammlung auf, vor allem mit Alt-Wiener Porzellan aus der Du-Paquier-Manufaktur, der zweitältesten Porzellanwerkstatt in Europa. Die Reste dieser längst verstreuten Sammlung kommen am 3. Dezember in der Porzellanauktion bei Bonhams unter den Hammer.

Rothberger erwarb Du-Paquier-Werke zu einer Zeit, als der Name - anders als heute - noch keinen magischen Klang hatte. Rothbergers Kennerschaft machte ihn zu einem Pionier in diesem Bereich.

Nach dem Anschluss Österreichs an Nazideutschland folgten für den jüdischen Sammler Zwangsverkäufe, Konfiszierungen und Vertreibung, wie man sie leider von vielen Fällen kennt. Rothberger und seine Familie emigrierten nach Kuba und Kanada.

Teilrestitutionen, vor allem aus dem Bestand des Museums für Angewandte Kunst in Wien, begannen schon 1947 zu Lebzeiten des Sammlers, setzten sich allerdings noch viele Jahrzehnte fort und wurden erst 2003 abgeschlossen. Die Erben der Nichte von Heinrich Rothberger bringen nun die Restbestände der mittlerweile verstreuten Sammlung auf den Markt.

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    Das Toplos ist ein Set aus einer Platte und einer Deckelterrine mit seitlichen Henkeln und üppigem Goldrand. Entstanden ist es zwischen 1735 und 1740, als Claudius Innocentius Du Paquier Manufakturchef war. Das Ensemble kommt mit einer Schätzung von 100.000 bis 150.000 Pfund zum Aufruf. Das seltene Stück ist vor allem aufgrund seiner Technik der Schwarzlotmalerei bedeutsam. Etwas jünger ist eine stark gebauchte Du-Paquier-Vase mit Wappenzier, die auf 60.000 bis 80.000 Pfund taxiert wurde.

    Die 26 Lose sollen insgesamt zwischen 359.000 und 530.000 Pfund einspielen. Die seltenen Objekte sind für Sammler und Museen aus aller Welt interessant. Bonhams Porzellanexperte Sebastian Kuhn betont: „Die Leute kaufen gern Objekte mit Geschichten.“

    Mehr: Geschmackswandel Teil 1: Neue Verkaufsstrategien lassen historische Sammelgebiete aufleben

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