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Auktion bei Van Ham Eine ganze Sammlung von Möbeln aus Bugholz wird versteigert

Stühle aus gebogenem Holz gehören zu den Klassikern der Möbelkunst. Erfinder ist Michael Thonet. Nun kommt eine ganze Sammlung unter den Hammer.
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Das Schaukelsofa ohne Armlehne entstand bei Thonet vor 1879. Quelle: Van Ham
Lieblingsstück des Sammlers

Das Schaukelsofa ohne Armlehne entstand bei Thonet vor 1879.

(Foto: Van Ham)

KölnDie 200 seltenen Stühle, Sofas, Kinder-, Garten- und Architektenmöbel sind fast alle aus rasant schwingendem Bugholz geformt. Sie sind frühe Originale der 1830 von Michael Thonet in Boppard gegründeten Firma, die Schichtholz in Leimwasser zu biegen wusste. Mit dem Umzug 1842 nach Wien lieferte der Tüftler und Erfinder Thonet dem Wiener Kaffeehaus sein wichtigstes Möbel, den Kaffeehausstuhl.

Die Raritäten aus der Sammlung von Wolfgang und Christa Thillmann versteigert das Kölner Auktionshaus Van Ham am 22. Januar in einer „Thonet“-Auktion. Die Schätzpreise liegen zwischen 500 für einen vom Bauhaus inspirierten Freischwinger aus Stahlrohr von 1935 und 7.500 Euro für das elegante Schaukelsofa, das vermutlich August Thonet vor 1879 entworfen hat.

Zu den Höhepunkten der Sammlungen zählen der vollständig aus Schichtholz gefertigte „Sessel Nr. 3“ mit spiralförmigem Sitz (6.500 bis 7.000 Euro) und das „Kanapee Nr. 16“ von 1861, für das 3.800 bis 4.500 Euro erwartet werden.

Sich mit heutigen Nachbauten der weltbekannten Firma zufriedenzugeben, kam für den ehemaligen Lehrer Thillmann schon als Student nicht infrage. Vier Jahrzehnte lang spürte der Mann vom Mittelrhein Thonet-Möbel von 1850 bis 1960 auf. Weil ihn nicht nur das Objekt fasziniert, sondern auch dessen Geschichte der Konstruktion, werden noch 30 Positionen an Dokumenten versteigert.

Thillmann hat seine Stücke immer auch erforscht. Das machte und macht ihn zum Partner von Institutionen wie dem Grassimuseum in Leipzig oder dem MAK in Wien.

Das Geheimnis des Stuhls ist seine Sitzfläche aus einer Spirale. Quelle: Van Ham
„Sessel Nr. 3“

Das Geheimnis des Stuhls ist seine Sitzfläche aus einer Spirale.

(Foto: Van Ham)

Wer glaubt, bei einem Möbelliebhaber sei auch das Haus vollgestellt, irrt. Wer so viel zusammengetragen hat wie Wolfgang Thillmann, unterscheidet nach benutzbaren Wohnmöbeln und musealen Sammlungsmöbeln, die ins Lager kommen.

Warum die Versteigerung? „Die Sammlung war ausgeforscht“, sagt Thillmann dem Handelsblatt ganz unemotional. „Ich brauche nichts mehr zu besitzen.“ Fragt man nach, kommt doch noch eine neue Liebe ins Spiel: die zum Schichtholzmöbel „vor und nach Thonet“. Das gemietete Lager im ehemaligen Tanzsaal eines Gasthofs muss der 66-jährige Kenner also noch nicht aufgeben.

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