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Auktionen bei Karl & Faber In Krisen sind Klassiker gefragt

Karl & Faber setzt Moderne und zeitgenössische Kunst ohne Probleme ab. Neumeister erntet Erfolg mit einer Folge von Kleinbronzen.
23.07.2020 - 18:18 Uhr Kommentieren
Ein bayerischer Privatsammler setzte 75.000 Euro für das Porträt ein. Quelle: Karl & Faber
Pierre-Paul Girieud

Ein bayerischer Privatsammler setzte 75.000 Euro für das Porträt ein.

(Foto: Karl & Faber)

München Der Rückzug auf klassische Werte gilt in Krisenzeiten als typisches Verhalten. Das bestätigte vorige Woche die Auktion von Karl & Faber mit moderner und zeitgenössischer Kunst. Ein Berliner Sammler machte Max Liebermanns impressionistische Ansicht „Allee im Tiergarten“ von aus der Zeit zwischen 1925 und 1930 mit 512.500 Euro (alle Preise mit Aufgeld) zum teuersten Kunstwerk der Auktion. Für einen international vergleichbaren Preis von 375.000 Euro bleibt auch Pablo Picassos Zeichnung „Hommage à l´agneau, mangeur de pastèque et flûtiste“ von 1967 in Bayern.

„Ich habe den Eindruck, dass Positionen, die gestern als konservativ galten, momentan als beständige Werte gesehen werden“, so Geschäftsführer Rupert Keim im Gespräch mit dem Handelsblatt. Lesser Urys mit Lichtreflexen spielende Impression „Kurfürstendamm bei Nacht“ von 1927 kletterte von taxierten 140.000 Euro auf 275.000 Euro. Seit gut zehn Jahren hat es laut der Datenbank Artprice kein Gemälde des Gegenspielers von Liebermann auf einer Auktion in diese Preisregion geschafft.

Mit 75.000 Euro für das ausdrucksvolle „Porträt d´Émilie Charmy“ gelang Karl & Faber erneut eine stattliche Marke für den französischen Modernen Pierre Paul Girieud. Ein aufsteigender Stern ist Girieud allerdings nicht. Das gleiche Motiv mit rotem Hintergrund veräußerte Karl & Faber für umgerechnet 80.000 Euro im Jahr 1999 schon einmal.

Bei der Gegenwartskunst, deren Ergebnisse sich vorwiegend im fünfstelligen Bereich bewegen, setzte das Haus einen Auktionsrekord für Jorinde Voigt. Die dreiteilige Zeichnung „Perm I bis III“ übernahm ein Frankfurter Käufer für 175.000 Euro. Erwartungsgemäß vervielfachte Katharina Grosses Aluminium-Guss-Plastik mit typischer Farbpistolen-Oberfläche ihre Taxe und wechselte bei 62.500 Euro den Besitzer.

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    Problemlos ließen sich Werke von Jonathan Meese absetzen. Die absurd-chaotischen Tableaus des Enfant terrible wurden auf 35.000 respektive 45.000 Euro gesteigert. Mehrere Interessenten rief auch Salomés neoexpressionistisches „Spandau Ballett“ hervor. Fast 40 Jahre nach seiner Entstehung hat das Bild des „Jungen Wilden“, das auf eine englische New Wave-Band anspielt, bereits Zeitzeugencharakter für die Generation Punk. Auf 15.000 Euro taxiert, erforderte es letztlich einen Einsatz von 37.000 Euro.

    Optimistisch für die Herbstsaison

    „Ich schaue optimistisch in den Herbst“, sagte Rupert Keim angesichts seiner Bilanz. Er verkündet in dieser Saison einen Umsatz von über 8 Millionen Euro und liegt damit sogar über dem Ergebnis von Dezember 2019. Die losbezogene Verkaufsquote beträgt 70 Prozent.

    Auch das Auktionshaus Neumeister führt mit Klassikern die Ergebnisliste der Moderne- und Zeitgenossen-Auktion an. Pablo Picassos Keramik „Face with black nose“ von 1969 rangiert mit 52.000 Euro an erster Stelle. Resonanz brachte erneut eine Suite von Kleinbronzen. Die von Salvatore Dali zertifizierte, surrealistische Komposition „Nobility of Time“ von 1977 ging für 19.000 Euro in neue Hände, Ewald Matarés Relief „Hahn“ von 1949 erzielte 15.200 Euro.

    Mehr: Auktionsvorbericht: Deutsche Kunstversteigerer trotzen Corona

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