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Ausstellungen 2013 Der Zustand zwischen normal und abnormal

Geisteskranke und Ausgestoßene, das waren die präferierten Motives des französischen Malers Théodore Géricault. 2013 widmet die Schirn-Kunsthalle dem Künstler erstmals eine Ausstellung in Deutschland.
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„Kopf eines Schimmels“ von Théodore Géricault stammt von 1816-1817. Quelle: White Images/Scala, Florence

„Kopf eines Schimmels“ von Théodore Géricault stammt von 1816-1817.

(Foto: White Images/Scala, Florence)

Auf seine Zeitgenossen machte der französische Maler Théodore Géricault (1791-1824) aus folgenden Gründen großen Eindruck: Er galt als waghalsiger Reiter, eleganter Gesellschafter und stürmischer Liebhaber. Außerdem war er der Schöpfer des Gemäldes „Floß der Medusa“, das zum Politikum wurde.

Auf fünf mal sieben Metern stellte der Maler die dramatische Geschichte nach dem Untergang der Fregatte „Medusa“ dar. Die Regierung hatte verfügt, dass es im Katalog nur den genrehaften Titel „Schiffbruchszene“ erhielt. Doch das Publikum ließ sich nicht täuschen, und das spektakuläre Gemälde wurde zum Symbol für ein „ohnmächtiges Vaterland“ und „die Verwirrung der steuerlosen Generation“.

Heute befindet sich das Gemälde im Louvre. Statt seiner tritt eine malerische Ölskizze den Weg in die Frankfurter Schirn-Kunsthalle zur ersten Einzelausstellung Géricaults in Deutschland an. Sie greift das Thema des physischen und des psychischen Leidens auf, das den Künstler in einem Maße beschäftigte wie sonst keinen. Seine Bildnisse Geisteskranker und Ausgestoßener waren damals völlig neuartig.

In der Schirn wird Géricault im Dialog mit Arbeiten seiner Zeitgenossen gezeigt, unter ihnen Goya. Géricault schließlich erfasste als Erster den Zustand zwischen normal und anormal; etwas, was wissenschaftlich erst viel später erforscht wurde und in der Erkenntnis mündete, dass die Grenze nicht eindeutig festzulegen ist.

18. Oktober 2013 bis 26. Januar 2014

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