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Bayreuther Festspiele Wim Wenders verzichtet auf "Ring"-Regie

Die Bayreuther Festspiele sind unter Druck: Zum 200. Geburtstag von Richard Wagner sollte Wim Wenders die "Ring"-Inszenierung 2013 leiten. Nach seiner Absage läuft die Suche nach einem Nachfolger auf Hochtouren.
06.04.2011 - 14:10 Uhr Kommentieren
Filmemacher Wim Wenders wird Richard Wagners

Filmemacher Wim Wenders wird Richard Wagners "Der Ring des Nibelungen" nicht auf die Bayreuther Bühne bringen.

(Foto: dpa)

Bayreuth Die überraschende Absage von Filmemacher Wim Wenders für die „Ring“-Inszenierung 2013 setzt die Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele gewaltig unter Druck. „Die Festspiele sind in einer zeitlich sehr bedrängten Situation“, sagte Sprecher Peter Emmerich am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Die Suche nach einem neuen Regisseur laufe mit Hochdruck. „Wir müssen nun schnell fündig werden“, sagte Emmerich. Festspielleiterin Katharina Wagner (32) werde die „Ring“-Regie jedoch nicht selbst übernehmen, betonte er. „Das ist auszuschließen.“

Der 65-jährige Wenders sollte Richard Wagners vierteiliges Hauptwerk „Der Ring des Nibelungen“ im Jubiläumsjahr zum 200. Geburtstag von Richard Wagner (1813-1883) auf die Bühne des Festspielhauses bringen. Nachdem sich beide Seiten noch vor kurzem zuversichtlich geäußert hatten, war die geplante Zusammenarbeit am Dienstag überraschend geplatzt. Die Festspiele seien davon „kalt erwischt“ worden, räumte Emmerich ein. „Das hat sich nicht abgezeichnet.“

An den Bayreuther „Jubiläums-Ring“ werden in der Fachwelt große Erwartungen geknüpft. Zwei Jahre Vorlaufzeit gelten für eine Inszenierung der vier Wagner-Opern mit insgesamt rund 16 Stunden Aufführungsdauer als Minimum.

Wim Wenders hat zuletzt mit dem 3D-Film „Pina“ über die Tanzlegende Pina Bausch einen großen Erfolg gefeiert. Über die Gründe seiner Bayreuther Absage wollte sich der berühmte Filmregisseur („Der Himmel über Berlin“, „Paris, Texas“) am Mittwoch nicht äußern. Nach dpa-Informationen spielten unterschiedliche Auffassungen über einen 3D-Film, den Wenders über seinen „Ring“ produzieren wollte, eine entscheidende Rolle.

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    In einer Erklärung hatten beide Seiten lediglich mitgeteilt, „unterschiedliche Vorstellungen“ seien letztlich „nicht in vollem Umfang zu der nötigen Übereinstimmung gebracht“ worden. Emmerich betonte, die Absage liege nicht darin begründet, dass Wenders künstlerische Freiheiten gefordert habe, die ihm die Festspiele nicht zubilligen wollten. Über inhaltliche Konzepte sei bisher überhaupt noch nicht gesprochen worden.

     

    • dpa
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