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Bedeutendes Kunstwerk Unternehmer Würth kauft Holbein-Madonna

Es ist eines der bedeutendsten Kunstwerke der Renaissance - und jetzt befindet es sich im Besitz von Unternehmer Reinhold Würth: Die Schutzmantelmadonna wechselte für eine offenbar hohe Millionen-Summe den Besitzer.
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Eine Besucherin betrachtet die

Eine Besucherin betrachtet die "Holbein Madonna" im Frankfurter Museum Städel.

(Foto: dpa)

Der baden-württembergische Unternehmer und Sammler Reinhold Würth hat eines der bedeutendsten Renaissance-Kunstwerke in Deutschland erworben: Er hat die Schutzmantelmadonna von Hans Holbein dem Jüngeren (1497-1543) gekauft. Über den Preis wollte Würth keine Angaben machen. Allerdings: Ein Konsortium um das Städelsche Kunstinstitut in Frankfurt hatte für das Bild Ende 2009 rund 40 Millionen Euro geboten. Den bisherigen Eigentümern - der Erbengemeinschaft Hessen - war das damals zu wenig.

Vermittelt wurde der Deal von Kunstberater Christoph Graf Douglas. Würth zufolge ist die "Holbein-Madonna" das „wohl bedeutendste deutsche Tafelbild der Frührenaissance“. Es sei eines der herausragendsten Kunstwerke, die in Deutschland in den vergangenen 60 Jahren vermittelt wurden.

Das Gemälde war seit 2003 im Frankfurter Städel Museum zu sehen, zuvor in Darmstadt. Würth betonte, die Holbein-Madonna werde weiter für die Öffentlichkeit zugänglich sein - vor allem das Städel Museum in Frankfurt und das Landesmuseum in Darmstadt kämen als Leihnehmer infrage.

Der baden-württembergische Unternehmer und Sammler Reinhold Würth hat eines der bedeutendsten Renaissance-Kunstwerke in Deutschland erworben: die Schutzmantelmadonna von Hans Holbein dem Jüngeren. Quelle: dpa

Der baden-württembergische Unternehmer und Sammler Reinhold Würth hat eines der bedeutendsten Renaissance-Kunstwerke in Deutschland erworben: die Schutzmantelmadonna von Hans Holbein dem Jüngeren.

(Foto: dpa)

Hans Holbein der Jüngere hatte das Bild für den Basler Bürgermeister Jakob Meyer zum Hasen gemalt. Die auf Nadelholz gemalte Tafel entstand 1526/28 und wurde von Kunsthistorikern immer wieder mit der Sixtinischen Madonna von Raphael verglichen. Zu den Hessen gelangte das Gemälde über Umwege 1822 durch Prinz Wilhelm von Preußen in Berlin. Er hatte es gekauft und seiner Ehefrau Prinzessin Marianne von Hessen-Homburg geschenkt.

Über deren Erbschaft gelangte das wichtige Kunstwerk in der Mitte des 19. Jahrhunderts in das Eigentum der Großherzöge von Hessen und bei Rhein. Reinhold Würth hatte 2003 bereits die bedeutende Sammlung mittelalterlicher Tafelbilder aus dem Hause Fürstenberg gekauft, die heute in der Johanniterhalle in Schwäbisch Hall zu sehen ist.

  • dpa
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