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Beirut Art Fair Kunst im Krisengebiet

Die dritte Beirut Art Fair fiel durch ein heterogenes Angebot auf, das dringend der Straffung bedarf. Viel zu viele Galerien hatten ein wenig überzeugendes Angebot. Viele Vermögende verzichteten auf die Anreise.
22.07.2012 - 11:11 Uhr Kommentieren
Die Beirut Art Fair: Kunst stellt eine Gegenwelt zur explosiven Politik dar. Quelle: AFP

Die Beirut Art Fair: Kunst stellt eine Gegenwelt zur explosiven Politik dar.

(Foto: AFP)

Beirut Es gehört eine gute Portion Mut dazu, in Libanons explosiver Hauptstadt Beirut eine Messe für zeitgenössische Kunst zu organisieren. Trotz der angespannten politischen Lage erlebte die "Beirut Art Fair" vom 5. bis 8. Juli im Beirut International Exhibition & Leisure Center (B.I.E.L.) ihre dritte Ausgabe. Ohne Zwischenfälle.

Allerdings auch ohne die erwarteten Delegationen und reichen Käufer aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Bahrein und Saudi-Arabien. Die meiden Libanon, seit sich die Gegner und Anhänger des Assad-Regimes auch in Syriens Nachbarland Gefechte liefern.

Kunst stellt eine Gegenwelt zur explosiven Politik dar. Deshalb reisten 43 Galeristen aus 14 Ländern an, davon 31 aus dem Nahen Osten. Der Anspruch der Messegründerin und -betreiberin Laure d'Hauteville, die gesamte MENASA-Region (Middle East/North Africa/South Asia) vorzustellen, prägten den ursprünglichen Messenamen "MENASAARTFAIR". Um die Veranstaltung besser in der Stadt Beirut zu verankern, änderte das Messeteam den Titel um in "Beirut Art Fair".

Die Liste der Aussteller weist nur sehr wenige Namen auf, die bereits international bekannt sind. Erfreulicherweise bot die Messe einige angenehme Überraschungen in dem bewusst kunterbunten Gemisch von Malerei, Skulptur, Fotografie, Video, Design und Comics.

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    43 Galeristen reisten zur Beirut Art Fair. Quelle: AFP

    43 Galeristen reisten zur Beirut Art Fair.

    (Foto: AFP)

    Die junge, in Madrid ansässige Algeriern Sabrina Amrani zeigt die bitter-witzigen Fotografien der Marokkanerin Amina Benbouchta, die sich in ihrem Wohnzimmer selbst inszeniert und fotografiert, wobei ihr Kopf immer von einem Lampenschirm oder anderem Gegenstand verdeckt wird. Die Serie von drei Fotos kostet 6 820 US-Dollar. Amrani präsentiert auch den Pakistani Waquas Khan, der mit den feinsten Pinseln und Tinte geometrisch-meditative, abstrakte Formen malt, die man sowohl in die mongolische wie in die Op-Art-Tradition einordnen könnte. Amrani verkaufte zwei bunte Neon-Wand-Skulpturen von Zoulikha Bouabdella, davon eine an einen libanesischen Sammler.

    Die bestens eingeführte tunesische Galerie "Violon bleu" fand einen Käufer für den anerkannten marokkanischen Künstler Farid Belkahia, auch der Syrier Sabham Adam stieß auf positives Echo. Neben den vermögenden libanesischen Familien, die seit Jahren am internationalen Markt aktiv sind, tauchen neue, 35- bis 40-jährige Sammler und Sammlerinnen aus dem Nahen Osten auf, die vor allem Werke im vier- bis fünfstelligen Dollar-Preisbereich in Menge erwarben.

    So konnte der etwa 45-jährige Saleh Barakat, der die Agial Art Gallery 1990 in Beirut gründete und sich für libanesische Künstler einsetzt, eine beachtliche Anzahl von Arbeiten auf Papier abgeben. "Ich biete eine Art Zeichenkabinett als Übersicht über mein Galerieprogramm an", erklärte der dynamische Galerist.

    Neben Gemälden viel Fotografie
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