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Beltracchi Max Ernst-Fälschung in der Albertina?

Die Albertina in Wien hat möglicherweise einen falschen Max Ernst ausgestellt. Dies behauptet jedenfalls der Kunstfälscher Wolfgang Beltracchi. Das Bild soll seinen Angaben zufolge im Rahmen der Max Ernst-Retrospektive 2013 präsentiert worden sein.
25.02.2015 - 09:46 Uhr Kommentieren
Kein Pechstein, sondern ein Beltracchi:
Eine Fälschungi

Kein Pechstein, sondern ein Beltracchi: "Akt mit Katze" malte der Fälscher 2002 auf eine alte Leinwand. 2007 gastierte das Werk im Rahmen einer Ausstellung in der Albertina. Quelle: Repro/Katalog

Wien Ein Auftritt des Kunstfälschers Wolfgang Beltracchi bei „Markus Lanz“ beschäftigt derzeit Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder. In der ZDF-Sendung hatte Beltracchi vergangenen Donnerstag (19.2.2015) behauptet, „letztens“ eines seiner Werke in der Albertina gesehen zu haben. Vorerst vermutete Schröder, es handle sich um ein bereits bekanntes Plagiat. 2007 war im Zuge einer Ausstellung ("Expressiv! Die Künstler der „Brücke“") ein vermeintliches Gemälde von Max Pechstein („Akt mit Katze“) aus der Sammlung Hermann Gerlingers zu sehen gewesen.

Um Sicher zu gehen, ob es um diese oder um eine „neue“ Fälschung geht, hatte der Direktor der Albertina Anfang dieser Woche angekündigt, mit Beltracchi Kontakt aufnehmen zu wollen.

Albertina-Kurator verfasste Gutachten für Beltracchi

In einem ORF-Interview vom 24. Februar 2015 lieferte der 65-jährige Fälscher gestern Abend einen weiteren Hinweis: Demnach handelt es sich um ein Gemälde, das 2013 im Rahmen der Max Ernst Retrospektive (23. Januar bis 5. Mai 2013) in der Albertina zu sehen war. Welches Werk dies gewesen sein soll, ließ Beltracchi offen. Nur so viel, es sei einer der Werbeträger gewesen.

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    Im Vorfeld der in Kooperation mit der Fondation Beyeler konzipierten Ausstellung hatte Klaus Albrecht Schröder diesbezüglich versichert: „Wir zeigen Max Ernst, nicht Wolfgang Beltracchi“, denn es würden nur solche Arbeiten gezeigt, die bereits im ersten Werkverzeichnis von 1987 erfasst worden wären. In einem aktuellen ORF-Interview präzisierte er, es seien nur Arbeiten ausgestellt gewesen, die Max Ernst noch vor seinem Tod authentifiziert habe. Dass in dieser in Kooperation mit der Fondation Beyeler konzipierten Retrospektive, die danach (26.5. bis 8.9.2013) in Basel zu sehen war, tatsächlich ein Beltracchi präsentiert worden wäre, hält er für ausgeschlossen.

    Als Kurator der Ernst-Retrospektive wie auch für die aktuelle Impressionisten-Schau („Degas, Cezanne, Seurat: Das Archiv der Träume“, bis 3.5.2015) fungierte damals Werner Spies. Er hatte im Auftrag des Ehepaars Beltracchi und gegen eine Beteiligung am Verkaufserlös einst Gutachten für Werke von Max Ernst verfasst, die 2010/2011 als Fälschungen entlarvt worden waren.

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