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Berliner Auktionshaus Spezialsammler treiben den Umsatz der Galerie Bassenge

Acht Herbstauktionen bescheren Bassenge guten Umsatz. Die Renner sind Blätter von Dürer und Rembrandt. Erfolgreich absetzen lässt sich auch die Malerei des Biedermeiers.
26.12.2019 - 16:13 Uhr Kommentieren
Das charmante, um 1830 gemalte Kinderbildnis des Leipziger Biedermeier-Malers übernahm ein süddeutscher Privatsammler (Ausschnitt). Quelle: Bassenge
Kinderbildnis von Gustav Adolf Hennig

Das charmante, um 1830 gemalte Kinderbildnis des Leipziger Biedermeier-Malers übernahm ein süddeutscher Privatsammler (Ausschnitt).

(Foto: Bassenge)

Berlin Manche Auktionen werden immer umfangreicher, damit der Gesamterlös stattlich bleibt. Das Berliner Auktionshaus Bassenge wartete mit acht Katalogen zu seinen Herbstauktionen auf. Das zog Spezialsammler aus allen Ländern an und hob den Umsatz auf 4,6 Millionen Euro. Zusätzliche 1,25 Millionen Euro erzielten die voran geschalteten Buchauktionen.

Die erfolgreichste Sitzung war mit einem Verkaufserlös von über 70 Prozent die Versteigerung von Druckgraphik des 15. bis 19. Jahrhunderts. Neben amerikanischen Bietern waren hier russische Sammler besonders aktiv. Das teuerste Blatt der Auktion wurde mit netto 135.000 Euro Dürers Hauptwerk „Die Melancholie“ im zweiten Druckzustand. Seine Herkunft ist edel. Es befand sich einst im Besitz von Baron Lanna. Gegen Untergebote aus England und Russland ging die Arbeit in eine Schweizer Privatsammlung.

Dürer-Graphik wurde ohne Ausfall und meist über den Taxen verkauft. Den Meisterstich „der Hl. Hubertus“ übernahm ein russischer Bieter für 20.000 Euro. Keine Probleme gab es auch bei Rembrandt, der zweiten internationalen Marktsäule. Obwohl die ausgebotenen Exemplare nicht exzeptionell waren, wurden alle Lose bis zum Hammerpreis von 8000 Euro abgesetzt, die meisten allerdings unter dem Schätzpreis.

Aus dem Sonderkatalog mit 112 Losen einer Sammlung klassischer Druckgraphik wurde Rembrandts Hundertguldenblatt vom amerikanischen Handel für 22.000 Euro übernommen. In diesem Angebot dominierten altdeutsche und altniederländische Blätter, unter denen die Kupferstiche nach Pieter Bruegel d. Ä. restlos und weit über den Schätzpreisen zugeschlagen wurden. Teuerstes Blatt war die von einem russischen Sammler ersteigerte Allegorie „Die fette Küche“ mit 24.000 Euro (Taxe 6000 Euro).

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    Bei den Gemälden wurde äußerst selektiv geboten. Mit 20.000 Euro leicht unter der Taxe blieb ein von einem norddeutschen Sammler ersteigertes Pastellbildnis der Königin Luise von Preußen. Dabei handelt es sich um eine von mehreren Fassungen dieses Porträts von dem Meininger Künstler Johann Heinrich Schröder. Ein Kinderbildnis des Leipziger Biedermeier-Malers Gustav Adolph Hennig übernahm für netto 20.000 Euro süddeutscher Privatbesitz.

    Lückenlos abgesetzt wurden die 100 Blumen- und Früchteaquarelle des Wiener Biedermeier-Malers. Abgebildet ist ein auf Bütten aquarellierter Zweig mit weißen Johannisbeeren (Ausschnitt). Quelle: Bassenge
    Früchteaquarelle von Franz Blaschek

    Lückenlos abgesetzt wurden die 100 Blumen- und Früchteaquarelle des Wiener Biedermeier-Malers. Abgebildet ist ein auf Bütten aquarellierter Zweig mit weißen Johannisbeeren (Ausschnitt).

    (Foto: Bassenge)

    Lückenlos abgesetzt wurden die 100 Blumen- und Früchteaquarelle des Wiener Biedermeier-Malers Franz Blaschek. Auch die Porträtminiaturen des Sonderkatalogs fanden durchweg bietfreudige Käufer bis zum Zuschlag von 6000 Euro. Teuerste der Handzeichnungen wurde das Aquarell „Der große Ameisenfresser“ des österreichischen Autodidakten Aloys Zötl, für das ein österreichischer Sammler 40.000 Euro einsetzte. Der Schätzpreis belief sich auf 24.000 Euro.

    In der Auktion moderner Kunst gab es keine Preisüberraschungen. George Grosz’ Aquarell „Der Ganove und sein Schatten“ von 1927 ging für 19.000 Euro in Berliner Privatbesitz. Ein naturalistischer „Sonnnenuntergang im Birkenwald“ eines Künstlers mit dem seltsamen Namen Honig Krebeps wurde von einem russischen Käufer von 2400 auf 12.000 Euro gehoben.

    18.000 Euro bot ein Berliner Sammler für die charakteristische Farbkreidezeichnung einer Schreibenden von Max Pechstein. Für 20.000 Euro wandert die frühe Porträtskizze eines Afrikaners von Max Slevogt in deutschen Privatbesitz.

    In der Fotografieauktion waren frühe Reiseimpressionen und Aufnahmen von DDR-Fotografen begehrt. Zum Höhepunkt aber wurden 150 zeitnah zur Aufnahme abgezogene Fotografien mit Fischereimotiven von Karl Theodor Gremmler aus den dreißiger Jahren. Sie erzielten 12.000 Euro. Erwartet waren nur 1500 Euro.

    Mehr: Lesen Sie hier über die Ergebnisse des sommerlichen Auktionsmarathons der Galerie Bassenge mit zehn Katalogen.

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