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Berliner Galerien Kunst und Essen in der Mädchenschule

Berlin-Mitte hat ein neues Kunst- und Gastronomie-Zentrum. Schauplatz ist die renovierte ehemalige jüdische Mädchenschule. Dahinter steht der Berliner Galerist Michael Fuchs. Er hat das Gebäude für 20 Jahre mit Option für weitere zehn Jahre von der Jüdischen Gemeinde Berlin geleast.
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Blick in die Ausstellung

Blick in die Ausstellung "Hang On", Galerie Michael Fuchs in der ehem. jüdischen Mädchenschule Berlin.

(Foto: Galerie Michael Fuchs, Berlin)

Berlin Die Kunstszene in Berlin-Mitte, um die es in der letzten Zeit ein wenig still geworden war, hat neuen Auftrieb. Die ehemalige jüdische Mädchenschule,  ein dezenter Art Déco-Klinkerbau des Architekten Alexander Beer aus dem Jahr 1930, wurde nach jahrelangem Leerstand zu einem Kunst- und Gastronomie-Zentrum renoviert. Initiator ist der Berliner Galerist Michael Fuchs, der das Gebäude für 20 Jahre mit Option für weitere zehn Jahre von der Jüdischen Gemeinde Berlin geleast hat. Der Umbau wird mit 5 Millionen Euro beziffert.

Statt der ehemals 14 Klassenräume gibt es nun 3.300 Quadratmeter Nutzfläche: viel Raum für zwei Kunstgalerien, die zeitgenössische Abteilung der Fotogalerie Camera Work und die Gastronomie, die sich von dieser Kunstmeile im Dunstkreis der „Kunstwerke“ und der Sammlung Olbricht eine neue Stammkundschaft verspricht. Im Erdgeschoss liegen Wand an Wand Pauly-Bar und der mit raumbeherrschenden Murano-Lüstern ausgestattete Pauly-Saal, beides Dependancen des Szenelokals Grill Royal, die hier die schlanke deutsche Küche lancieren wollen. Auf der rechten Seite gibt es noch einen „Kosher Classroom“ für jüdische Kost mit mediterraner und veganer  Abrundung und ein „Deli“ mit entsprechendem Angebot.

Breit praktizierter Stilpluralismus

Zur Eröffnung hat Michael Fuchs im dritten Stock 80 Arbeiten aufgefahren: eine bunte Melange von Warhol (zwei Versionen seines Porträts Friedrichs des Großen hängen in der Aula) bis zu dem mongolischen Künstler Gama, der in seinen Bildern die Kunstgeschichte zitiert. Mitten drin hängt ein kleinformatiges Stillleben des Biedermeier-Malers Carl Spitzweg als ältestes Beispiel eines hier breit praktizierten Stilpluralismus. Die angrenzenden Galerieräume sind noch leer. In ihnen wird Harry Lybke, Gründer der nur 100 Meter entfernt residierenden Galerie Eigen & Art, im März ein „Art Lab“ für internationale Künstler eröffnen, die er bisher noch nie gezeigt hat. Camera Work, die ihre neuen Räume mit allzu dicht gehängten Museumsfotos von Robert Polidori einweihen, schätzen die Möglichkeit, hier mit Großformaten zu erscheinen.

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