Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Bilanz deutscher Auktionshäuser Keine Spur von Schwäche

Den deutschen Auktionshäusern geht es sehr gut. Einen beträchtlichen Teil ihres Erfolgs verdanken sie internationalen Sammlern. Nicht nur Spitzenstücke erzielen hohe Preise. Auch das mittlere Marktsegment läuft gut.
30.07.2014 - 14:27 Uhr Kommentieren
Für 1,3 Millionen Euro versteigerte Robert Ketter das 1923 entstandene Aquarell

Für 1,3 Millionen Euro versteigerte Robert Ketter das 1923 entstandene Aquarell "Gewebe" von Wassily Kandinsky.

(Foto: Ketterer Kunst / VG-Bildkunst 2019)

Berlin Der deutsche Kunstmarkt hat sich im ersten Halbjahr als ein Muster an Solidität erwiesen. Das zeigen nicht nur die Hochpreise für viele Spitzenlose der Frühjahrs-Auktionen. Selbst das von Kunsthändlern gern als „Graubrot“ bezeichnete mittlere Marktsegment hat sich gut behauptet. Und es gibt, allen Unkenrufen zum Trotz, neue Käufer.

Nur bei den Möbeln herrscht nach wie vor starke Abstinenz, eine Trendwende ist hier noch nicht in Sicht. Beim Silber wird gesiebt; aber beim Porzellan laufen jetzt sogar Stücke, die nicht lupenrein erhalten sind, aber als wichtige Manufaktur-Beispiele gelten. Stärkeres Interesse denn je finden Schmuck und Juwelen. Bei Altmeistergemälden gibt es Sammlernachwuchs, der sich behutsam in höhere sechsstellige Preisregionen vortastet. Klassische Moderne und zeitgenössische Kunst ließen sich mühelos absetzen.

Internationale Sammler als Stütze

In wachsendem Maße werden die deutschen Auktionen von internationalen Käufern getragen. „Wenn wir die Ausländer nicht hätten, könnten wir einpacken“, gab im Juni ein breit vernetzter Auktionator inoffiziell zu. Russen, Amerikaner, Engländer und Schweizer waren dominante Käufer und Unterbieter der Saison. Einige Enttäuschungen im Hochpreissektor, die auf überzogene Preisvorstellungen der Einlieferer zurückzuführen sind, wurden durch hohe Gebote für zurückhaltend taxierte Objekte ausgeglichen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Zu diesen gehörte Günther Ueckers Frühwerk „Hommage à Fontana I“, ein zart benageltes Hochformat mit Fontana-Kreis, für das ein süddeutscher Sammler bei Ketterer 1,3 Millionen Euro einsetzte. Kandinskys Aquarell „Gewebe“ von 1923 erlöste hier denselben Preis. Eine hoch taxierte Pechstein-Landschaft ließ sich erst im Nachverkauf absetzen, aber ein betont niedrig geschätztes Selbstbildnis mit Rückenakt von Otto Mueller ging für 550.000 Euro an einen türkischen Sammler von Selbstporträts. Entscheidend für den Erfolg dieser Auktion war die Fülle marktfrischer Lose. Sie trugen entscheidend zum Rekordumsatz von 20,4 Millionen Euro bei.

    Romantik als Alternative
    Seite 1234Alles auf einer Seite anzeigen
    Mehr zu: Bilanz deutscher Auktionshäuser - Keine Spur von Schwäche
    0 Kommentare zu "Bilanz deutscher Auktionshäuser: Keine Spur von Schwäche"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%