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Buchtipp: Leben 3.0 Mensch sein im Zeitalter künstlicher Intelligenz

Max Tegmark entwirft „Zukunften“. In seinem neuen Buch geht er der Frage nach, wie wir alle im Zeitalter virtueller Welten und künstlicher Superintelligenz leben werden. Dabei schafft er virtuose Gedankenexperimente.
02.12.2017 - 09:27 Uhr Kommentieren
So niedlich stellen sich Kinder gerne Roboter vor. Was aber, wenn die künstliche Intelligenz dem Menschen überlegen sein wird? Quelle: picture alliance / Westend61
Roboter produziert riesige Kaugummiblasen

So niedlich stellen sich Kinder gerne Roboter vor. Was aber, wenn die künstliche Intelligenz dem Menschen überlegen sein wird?

(Foto: picture alliance / Westend61)

Düsseldorf Über Künstliche Intelligenz wird dieser Tage viel gesprochen und geschrieben: Mal populärwissenschaftlich, mal apokalyptisch, mal utopisch – nur meist eben wenig sachlich. Denn für Sachlichkeit braucht es Wissenschaft, was dann allzu oft zu Abhandlungen führt, die den Charme einer Studienarbeit versprühen. Also lieber Killerroboter mit künstlicher Intelligenz, die drohen die ganze Menschheit zu vernichten – das ist zumindest spannend.

Unterhaltung und Wissenschaft lassen sich im Idealfall miteinander verbinden, was Physiker Max Tegmark in seinem aktuellen Buch „Leben 3.0“ gelungen ist. Es taugt daher zur Lektüre auf dem Sofa ebenso wie zum Inhalt eines interessanten Lehrplans.

Dabei ist gerade die Fantasie des Autors eine große Stärke des Buches: Tegmark versteht es, virtuos Gedankenexperimente über mögliche „Zukunften“ zu schaffen: Wird eine Superintelligenz ein liebevoller Diktator? Werden wir in einem libertären Utopia leben? Wird uns die Superintelligenz auslöschen oder aber verfällt die Menschheit aus Angst vor ihr wieder zurück in ein vortechnologisches Zeitalter.

Künstliche Superintelligenz

Der Physiker spielt mögliche Szenarien wortgewandt durch, beleuchtet Kehrseiten und die Eintrittswahrscheinlichkeiten. Ähnlich geht er vor, wenn er die möglichen Einsatzgebiete Künstlicher Intelligenz beleuchtet: Wie sieht zum Beispiel der Transport in der Zukunft aus?

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    Wird die Zahl der Verkehrstoten dank künstlicher Intelligenz drastisch abnehmen? Selbst das Szenario von „Roborichtern“ wird betrachtet: Würde künstliche Intelligenz nicht vorurteilsfrei über jeden Mensch gleich urteilen oder vielmehr am Ende sexistisch oder rassistisch urteilen?

    Alles ist möglich - Szenarien zu unserer Zukunft.
    Leben 3.0

    Alles ist möglich - Szenarien zu unserer Zukunft.

    Tegmark weiß, wovon er redet: Der gebürtige Schwede ist Professor am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) – und Mitgründer des „Future of Life Institute“, das die menschliche Zukunft in Zeiten Künstlicher Intelligenz erforscht. Im Beirat sitzen prominente Namen wie Stephen Hawking oder Nobelpreisträger Frank Wilczek.

    „Was passiert, wenn Maschinen uns in jeder Hinsicht überlegen sind?“
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