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Debüt auf dem Kunstmarkt Neue Messen in Taiwan und Singapur

Taipeh und der Stadtstaat Singapur sind reich und besitzen etablierte Kulturszenen. Was bislang noch gefehlt hatte, waren hochkarätige Kunstmessen.
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Der Schauplatz der geplanten Messe im Abendlicht. Quelle: Reuters
Marina Bay Sands in Singapur

Der Schauplatz der geplanten Messe im Abendlicht.

(Foto: Reuters)

New YorkDie Messegesellschaft Schweiz, MCH Group, ist die Mutter der Art Basel (s. Handelsblatt online 26.7.18). Ihr geht es wegen teurer Hallenbauten und der schwächelnden einstigen Cashcow, Stichwort Uhrenmesse Basel, so schlecht, dass sie jüngst eingefädelte regionale Beteiligungen wieder abstößt.

Neben dem Rückzug von der Art Düsseldorf trifft es auch die neu aufgelegten Messen in Asien, geplant vom Messemachertrio Tim Etchells, Angus Montgomery Arts und Magnus Renfrew. Das Trio will mit neuen Ideen unbeirrt Regionalmessen im asiatischen Raum hochziehen. Die drei waren die Gründer der „ART HK“ im Jahr 2008, die 2013 von der Art Basel übernommen wurde. Inzwischen bespielt das Trio in wechselnder Besetzung auch New Delhi, Schanghai, Sydney.

Ende Januar starten sie die Messe „Taipei Dangdai“ (18.-20.1.2019). „Dangdai“ ist Mandarin und lässt sich übersetzen mit „Jetzt“. „Taiwan ist, neben Korea, der am weitesten entwickelte Kunstmarkt Asiens. Das ist eines der bestgehüteten Geheimnisse. Gesammelt wird hier breit, von asiatischen Antiquitäten bis zu Impressionisten und Moderne“, sagt Teilhaber Renfrew dem Handelsblatt. Aber nicht wenige asiatische Sammler kauften ausschließlich auf Auktionen. Das soll sich jetzt ändern.

Mit 90 Teilnehmern ist die Ausstellerzahl zur Premiere bewusst überschaubar gehalten. Zwar steht die künstlerische Praxis der Region im Mittelpunkt. Es haben sich aber auch 18 internationale Schwergewichte, darunter die Großgalerien Gagosian, David Zwirner, Hauser & Wirth, Gladstone, Perrotin, Massimo de Carlo, Sprüth Magers oder Thaddeus Ropac eingemietet.

Die meisten von ihnen betreiben bereits Galerien in der Region oder haben zumindest Vollzeit-Repräsentanten. Eine der neuen Ideen: Der Sektor „Salon“ soll eine neue Generation künftiger Sammler an Werke heranführen, die nicht mehr als 8.000 Dollar kosten. Hiesige Messeflaneure kennen das Prinzip vom „Young Collectors Room“ auf der „Cologne Fine Art“.

Im November wollen die drei Partner dann eine weitere Messe in Singapur lancieren. Hier fehlt eine hochkarätige Messe nach dem Aus für „Art Stage“ von Lorenzo Rudolf. Im „Marina Bay Sands Expo and Convention Centre“ soll die „ART SG“ (1. bis 3.11.19) mit 60 bis 70 Ausstellern die Region Südostasien mit einem Gesamtmarkt von um 700 Millionen Menschen ansprechen. „Keine einzelne Region ist groß genug, um eine eigene Messe zu unterhalten, man muss die ganze Region ansprechen“, so Renfrew.

„Singapur ist leicht erreichbar, hat mittlerweile eine fest etablierte Kulturszene und ist Zentrum des privaten Wealth Management in Asien. Hier kommen Vermögen aus Indonesien, den Philippinen und Malaysia zusammen.“

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