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Die Kunstmesse Crashkurs für den skeptischen Neuling

Den Sammler umfassend beraten und dabei das Wohl des Künstlers nicht aus den Augen verlieren. Das ist die vornehmste Aufgabe des Galeristen. Messen sind dazu da, die Avantgarde auszustellen und Vergleiche zu ermöglichen.
  • Annegret Erhard
09.04.2014 - 21:54 Uhr Kommentieren
Vor der Installation

Vor der Installation "Video Palace" von Joep van Liefland am Stand der Galerie Gebr. Lehmann auf der Art Cologne. Foto: Oliver Berg

(Foto: dpa)

Köln Jeder kann Kunst kaufen. Überall. Den besten Überblick verschafft er sich auf einer Messe. Denn wenn sich Galerien zusammentun und eine Messe für moderne und zeitgenössische Kunst veranstalten, dann wird daraus bei entsprechend hohem Anspruch aller Beteiligten nicht mehr und nicht weniger als eine hochaktuelle Leistungsschau. Das ist nicht despektierlich gemeint. Die Galeristen bringen einen Querschnitt aus ihrem Programm, beschreiben dadurch ihren Standpunkt im gegenwärtigen (nicht nur kommerziellen) Kunstbetrieb und positionieren ihre Künstler.

Einstieg leicht gemacht

Naturgemäß sind Messen damit der beste Crashkurs für den skeptischen Neuling. Auch wenn unaufhörlich etwas anderes kolportiert wird, der Einstieg wird ihm leicht gemacht. Der breit gesteckte Rahmen des Preisgefüges wird ihn nicht grundsätzlich überfordern. Im Gegenteil, die simple Vergleichsmöglichkeit verleiht Sicherheit. Unrealistische Erwartungen überambitionierter Galeristen sind schnell ausgemacht. Und er wird ziemlich bald Galerieprogramme entdecken, die ihn unmittelbar ansprechen, wird neben den großen Namen, den Arrivierten neuen, erfrischenden Positionen begegnen. Sind diese Arbeiten originär, zeitgemäß und authentisch, wird er ihre Fragestellungen verstehen, sich von ihnen irritieren, besser noch umhauen lassen. Mit Geld und Wert, mit Potential und all dem hat das erstmal gar nichts zu tun. Warum auch? Ein Kunstwerk braucht einen Rezipienten; und keine Hochrechnung.

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