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Direktor der Uffizien in Florenz Eike Schmidt sagt kurzfristig Engagement in Wien ab – und sorgt für einen Eklat

Der deutsche Kulturmanager sollte neuer Chef des Kunsthistorischen Museums in Wien werden. Seine Absage sorgt nun für Unmut – nicht nur in Österreichs Hauptstadt.
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Der Direktor der Uffizien in Florenz steht in der Kritik. Quelle: Stefano Dal Pozzolo/Contrasto/laif für Handelsblatt Magazin
Eike Schmidt

Der Direktor der Uffizien in Florenz steht in der Kritik.

(Foto: Stefano Dal Pozzolo/Contrasto/laif für Handelsblatt Magazin)

Wien Eike Schmidt sorgt gerade für Gefühlsaufwallungen, wie sie die Museumsszene selten erlebt hat. Am 1. November sollte der derzeitige Direktor der Uffizien in Florenz eigentlich nach Wien wechseln und dort das Kunsthistorische Museum (KHM) leiten. Doch der Deutsche entschied sich, in Florenz zu bleiben.

Eine kurzfristige Absage, die in Wien für Empörung sorgt, vor allem bei Kulturminister Alexander Schallenberg: „Höchst unprofessionell und eigentlich beispiellos“, befand er. Dabei war es laut italienischen Medienberichten ein Eklat mit Ansage. Entsprechende Gerüchte gab es immer wieder, doch der 51-Jährige hatte diese jedes Mal zerstreut. Dazu gab es bis Anfang September auch mehrere Telefonate mit dem Ministerium in Wien, in denen er seine im Herbst 2017 vertraglich vereinbarte Zusage bekräftigte.

In der Branche ist man sich einig, dass sich Schmidt für künftige Engagements außerhalb Italiens disqualifiziert hat. Sein Vorgehen gleiche einer „vorsätzlichen Täuschung“, erklärt Stella Rollig, Generaldirektorin des Wiener Kunstmuseums Belvedere. Das Ministerium prüft rechtliche Schritte.

Auch Italien zeigt sich irritiert. Schmidt habe ihn informiert, weitere vier Jahre die Gemäldegalerie in Florenz führen zu wollen, sagte Kulturminister Dario Franceschini. Eine Zusage machte er davon abhängig, dass es „zu keinen Problemen mit Österreich kommen darf“.

Mehr: Uffizien-Chef Eike Schmidt im Interview: „Bei der Auslastung sind wir wie eine Airline“

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