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Dorotheum Deutsche Sammler kaufen in Österreich

Das Wiener Auktionshaus Dorotheum zieht Bilanz. Der Blick zurück auf die vierte und letzte Auktionswoche des Jahres offenbart: Käufe aus dem Ausland machen 80 Prozent der Umsätze aus.
06.12.2012 - 20:12 Uhr Kommentieren
Mit 219.900 Euro (inkl. Aufgeld) bewilligte eine Wiener Sammlerin für Werner Bergs „Wartende“ den Künstlerweltrekord. (Ausschnitt) Quelle: Dorotheum 2012

Mit 219.900 Euro (inkl. Aufgeld) bewilligte eine Wiener Sammlerin für Werner Bergs „Wartende“ den Künstlerweltrekord. (Ausschnitt)

(Foto: Dorotheum 2012)

Wien Man sei zuversichtlich, erklärte Martin Böhm jüngst in einem Interview: Wenn es nicht das beste Jahr in der Unternehmensgeschichte des Dorotheums würde, dann das Zweitbeste. Der lokale Markt in Österreich spielt dabei eine zunehmend untergeordnete Rolle. 80 Prozent der wichtigen Einlieferungen kommen zwischenzeitlich aus dem Ausland und wandern auch dorthin wieder ab, beziffert der Dorotheums-Geschäftsführer. Und, gerade bei hoch dotierten Losen seien deutsche Käufer führend.

Welche Kunstwerke das etwa an den übers Jahr zugeschlagenen Höchstwerten genau sind? Nun, einen derart detaillierten Einblick gewährt man nicht (mehr). Neuerdings werden Käufernationen nur noch punktuell verlautbart, „aus Diskretion gegenüber den Käufern“, argumentiert man. Gemessen an der eingangs erwähnten Kalkulation, könnte man bei der vergangene Woche vom 26. bis 30. November abgehaltenen vierten und letzten Auktionssause des Jahres also 80 Prozent oder etwa neun Millionen Euro des Gesamtumsatzes Käufern aus dem Ausland verdanken. Übers Jahr verteilt läge der Anteil am Auslandsgeschäft dann sogar deutlich über der 100-Millionen-Euro-Marke.

Höchste Umsätze für zeitgenössische Kunst

Ein gutes Drittel des Jahresumsatzes spielen die vier Auktionswochen ein. Seit Anfang dieses Jahres summierten sich die Umsätze daraus auf 51,34 Millionen Euro, wobei die jüngste Session dazu 11,7 Millionen beitrug. 2011 lagen sie bei 50,98 Millionen Euro.

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    Mit 4,8 Millionen Euro lieferte die Sparte zeitgenössische Kunst den Löwenanteil, wiewohl 40 Prozent des Angebotes unverkauft blieben. Im Top-Segment reichte man dort Robert Clark Indianas Zahlenbild „Eight“ für 317.500 Euro in die USA und Jannis Kounellis monströses Materialbild für 177.200 Euro nach Frankreich weiter. Hundertwassers „Globulant“ (1956) notierte auf seinem Weg Richtung Deutschland 268.700 Euro. Es ist der höchste je bei einer Auktion in Österreich verzeichnete Hundertwasser-Zuschlag, obwohl es den vorläufigen Künstlerweltrekord verpasste, den Sotheby’s London 2004 notierte. Damals wurde „La tour de Babel“ (1959) für 274.400 Pfund oder umgerechnet 412.427 Euro weitergereicht.

    Höchster Zuschlag für Toulouse Lautrec
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