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Einsatz für Völkerverständigung Mankell mit Toleranzpreis ausgezeichnet

Für seinen Einsatz für die Völkerverständigung hat Krimiautor Mankell den Preis der Akademie Tutzing erhalten. Mit Kanzler Schröder hatte er am Vortag über die Verantwortung Europas in Afrika gesprochen.

HB BERLIN.Der schwedische Krimi-Autor Henning Mankell ist am Sonntag mit dem Toleranzpreis der Evangelischen Akademie Tutzing ausgezeichnet worden. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich für die Verständigung zwischen Völkern und Kulturen einsetzen. Es gibt ihn seit 2000.

Der Direktor der Akademie, Friedemann Greiner, sagte bei der Verleihung in Tutzing, Mankell setze sich als Autor, Regisseur und Intendant für den «lebenswichtigen Dialog zwischen europäischer und afrikanischer Identität ein». Der Schwede bestärke und ermutige die Menschen, die «zerrissene Welt nicht so zu lassen wie sie ist, sondern das scheinbar Festgefügte und Aussichtslose zu überwinden und Menschen zu versöhnen».

Die Laudatio hielt der Friedensnobelpreisträger und ehemalige Erzbischof von Kapstadt, Desmond Tutu. Er nannte Mankell einen «Versöhner zwischen den Kontinenten Europa und Afrika». Leben und Werk des Schweden seien von der Vision bestimmt, dass Menschen trotz aller Verschiedenheit solidarisch und mit gleichen Rechten zusammenleben könnten.

Tutu gab zu bedenken: Der internationale Kampf gegen Terrorismus könne nur gewonnen werden, wenn «Menschen nicht weiterhin in Verhältnissen leben müssen, die sie zur Verzweiflung treiben». Mankell dankte in seiner Ansprache für den Preis, kritisierte zugleich jedoch, wie die Industrienationen mit aktuellen Problemen in Afrika umgingen. Es sei nicht mehr zu verdrängen, dass «der Kampf gegen Aids auch unser Kampf ist», sagte er. Er appellierte an sein Publikum, nicht länger zwischen «sie» und «wir» zu unterscheiden.

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