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Fondation Louis Vuitton Dreimaster in voller Fahrt

Ein Dach aus gläsernen Segeln und ein Wasserlauf, der mitten durch das Museum führt, sind die Attraktionen der Fondation Louis Vuitton. Architekt des Privatmuseum am Rande des Bois du Bologne ist Frank O. Gehry, sein Bauherr Bernard Arnault, einer der reichsten Männer Europas.
21.10.2014 - 17:38 Uhr Kommentieren
Ein stolzes

Ein stolzes "Schiff" im Bois de Bologne von Paris: Frank O. Gehrys Neubau für die Fondation Louis Vuitton. Foto: Gonzalo Fuentes

(Foto: Reuters)

Paris Neue Museumsprojekte der öffentlichen Hand sind in Europa selten geworden. Leisten kann sich derartiges jedoch noch jemand wie Bernard Arnault, der zu den reichsten Männern Europas gehört und Herr des Luxusgüterimperiums LVMH ist. Seine Fondation Louis Vuitton kann ab kommender Woche ihr neues Museum Paris und der Welt präsentieren.

Entworfen hat den Bau, dessen Kosten auf zwischen 100 und 200 Millionen Euro geschätzt werden, der inzwischen 85 Jahre alte amerikanische Stararchitekt Frank O. Gehry. Ihm ist es mit Hilfe einer weiter automatisierten digitalen Entwurfstechnik gelungen, seiner bekannt exaltierten neokonstruktivistischen Handschrift eine neue Facette hinzuzufügen. Sie wird dem Bedürfnis nach Repräsentation des Bauherrn gerecht und erweist schließlich auch dem traditionsreichen, von Proust'schen Erinnerungen gefärbten Ort am Rande des Bois de Boulogne so viel an Referenz wie möglich.

Auf Tuchfühlung mit dem Neubau: die Pianistin Helene Arnault und Bernard Arnault, Chef des Luxuskonzerns LVMH, der französische Präsident Francois Holland und der Architekt Frank O. Gehry (von li. nach re.). Foto: Alain Jocard/Pool Quelle: Reuters

Auf Tuchfühlung mit dem Neubau: die Pianistin Helene Arnault und Bernard Arnault, Chef des Luxuskonzerns LVMH, der französische Präsident Francois Holland und der Architekt Frank O. Gehry (von li. nach re.). Foto: Alain Jocard/Pool

(Foto: Reuters)

Mehr Stahl verbaut als im Eiffelturm

Der über 11.000 qm große Bau wirkt wie ein Dreimaster in voller Fahrt. Zwölf gläserne Segel beschirmen die inneren Betonkuben. Teilweise überlappend türmen sie sich auf eine Höhe von rund 50 Meter. Die vertikale Wirkung ist trotz der von der Stadt vorgegebenen Höhenbegrenzung dank einer Souterrain-Ebene durchaus imposant, erreicht jedoch nicht ganz die monumentalen Ausmaße des Guggenheim Museums von Bilbao.

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    Eine breite Wassertreppe, die auf der Schmalseite sanft herab fällt und als ‚unterirdischer’ Kanal durch den Komplex hindurchführt, fügt eine lebendige Note hinzu. Die Glassegel sorgen zusätzlich für eine Transparenz, die bei Gehry bisher eher unbekannt war. Doch den Selbstbeschreibungen eines 'poetischen' und 'ephemeren' Baus mag man angesichts der stets sichtbaren massiven Konstruktionselemente nicht ganz folgen. 15.000 Tonnen Stahl hat Gehry verwendet; mehr als doppelt so viel wie ehemals für den Eiffelturm benötigt wurde.

    Spiegelnde Säulen von Olafur Eliasson
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