Frieze-Kunstmessen in London Die Jagd auf das immer Gleiche

Risikoarm, wertstabil, handlich – so präsentiert sich das Angebot auf den beiden Frieze-Messen in London. Das Problem ist die schiere Masse an – nicht nur erstklassiger – Kunst. Entdeckungen lassen sich nur wenige machen.
  • Stephanie Dieckvoss

London.

Peter Sauls Ölgemälde „Menace“ von 1963 auf dem Stand von Michael Werner. Quelle: Peter Saul, Galerie Michael Werner
Furioses Frühwerk

Peter Sauls Ölgemälde „Menace“ von 1963 auf dem Stand von Michael Werner.

(Foto: Peter Saul, Galerie Michael Werner)

Wer den Marathon über zwei Frieze-Messen beginnt, ist oft vorher bereits erschöpft und visuell übersättigt. Seit Wochen locken Ausstellungs- und Galerieeröffnungen Sammler nach London. Im Regent’s Park erwarten einen dann fast 300 Galerien auf zwei Messen verteilt; darüber hinaus Sondersektionen, Performances, Projekte, Vorträge und Gespräche. Die Reizüberflutung des Internets nimmt hier physische Form an.

In diesem Jahr fällt es noch schwerer als sonst, Tendenzen in der Kunstentwicklung zu entdecken. Außer man bestätigt das Plakative. Der Markt herrscht. Angeboten wird, was Sammler risikoarm, wertstabil und im Hausformat aufhängen oder einlagern können.

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