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Frühjahrauktionen Lempertz versteigert Franz Marcs „Füchse“

Die Frühjahrsauktionen des Traditionshauses fahren die Lieblinge des Marktes auf – zu Preisen im fünf- und sechsstelligen Bereich. Ein Aquarell von Wassily Kandinsky ist mit bis zu 400 000 Euro angesetzt. Höher liegen die Erlöserwartungen für ein Stillleben von Alexej Jawlensky. Interesse dürften auch die „Füchse“ von Franz Marc wecken.
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Franz Marc, Füchse (Ausschnitt): Diese Postkarte verschenkte der Maler 1913. Quelle: VG Bild-Kunst

Franz Marc, Füchse (Ausschnitt): Diese Postkarte verschenkte der Maler 1913.

DÜSSELDORF. Mit Teilen der Sammlung Olbricht und Einlieferungen zu Jawlensky und Kandinsky verleiht das Kölner Versteigerungshaus Lempertz seiner Auktion Moderner Kunst Gewicht. Am 2. Juni soll das dynamisch komponierte Aquarell „Schweres Fallen“ von Wassily Kandinsky mindestens 300 000 bis 400 000 Euro einbringen. Einst im Besitz der Dessauer Gemäldegalerie, wurde es nach der Beschlagnahmung als „entartete Kunst“ von der Galerie Nierendorf in den USA verkauft. Dort wechselte das vielfach ausgestellte Blatt mehrfach den Eigentümer.

Etwas höher ist ein Stillleben von Alexej Jawlensky angesetzt, das um 1900 in Auseinandersetzung mit Cézanne entstand. Für das dunkeltonige Stillleben werden 400 000 bis 600 000 Euro erwartet. Aus dem Kreis des Blauen Reiters stammt auch die Postkarte mit zwei sparsam konturierten „Füchsen“, die Franz Marc 1913 seinem Künstlerfreund Heinrich Campendonk geschenkt und gewidmet hat. Das anmutige Blatt dürfte mehr erlösen als die Taxe von 40 000 bis 50 000 Euro. Brücke-Kunst pur ist der Farbholzschnitt von Erich Heckel „Fränzi stehend“ in Schwarz und Grün (1910), der aus der Sammlung Olbricht stammt.

Von dort kommen auch 29 Bronzeskulpturen von Ewald Mataré – handschmeichlerisch runde, aber auch kantige. Die höchste Schätzung von 50 000 bis 60 000 Euro gilt der „Stehenden Kuh“ von 1923 mit ihren weich gerundeten Formen.

Viele Facetten der Zero-Kunst

Bei den Zeitgenossen ist die Passage zu den gerade im Aufschwung befindlichen Zero-Künstlern Otto Piene, Günther Uecker, Heinz Mack und Adolf Luther dicht bestückt. Hier gibt es große Preisunterschiede – und große Chancen für Sammler. Bernhard Schultze ist mit zwei farbigen Drahtskulpturen der Migof-Reihe vertreten (bis 25 000 Euro), Ernst Wilhelm Nay mit einem „Räderbild“ von 1958, das aus der Schweiz eingeliefert wird (100 000 bis 150 000 Euro). Ein überwiegend grautoniges Ölgemälde von Albert Oehlen ist mit 90 000 bis 100 000 Euro angesetzt, eine in Grün gehaltene Abstraktion von Gerhard Richter (1995) auf 250 000 bis 300 000 Euro, ein eher untypisches Peter-Doig-Bild mit nur 100 000 bis 150 000 Euro.

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