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Gurlitt-Testament wirksam? Oberlandesgericht gibt Gutachten in Auftrag

Der Streit um das Erbe von Cornelius Gurlitt ist noch nicht beendet – seine Cousine erhebt nach wie vor Ansprüche auf die umstrittene Kunstsammlung. Ein Psychiater soll nun feststellen, ob Gurlitt testierfähig war.
10.07.2015 - 13:17 Uhr Kommentieren
Cornelius Gurlitt hat das Museum als Alleinerben für seine Kunstsammlung eingesetzt. Quelle: AFP
Kunstmuseum Bern

Cornelius Gurlitt hat das Museum als Alleinerben für seine Kunstsammlung eingesetzt.

(Foto: AFP)

München Im Erbstreit um die wegen Nazi-Raubkunstverdachts umstrittene Kunstsammlung von Cornelius Gurlitt hat das Oberlandesgericht München (OLG) einen Gutachter beauftragt. Das teilte Gerichtssprecher Wilhelm Schneider am Freitag mit. Gurlitts Cousine macht nach wie vor Ansprüche auf das Erbe geltend, das Gurlitt per Testament dem Kunstmuseum Bern vermachte.

Das Amtsgericht München hatte im März den Antrag der Cousine auf einen Erbschein abgelehnt und erklärt, es halte das Testament mit dem Kunstmuseum Bern als Alleinerben für wirksam. Das OLG hat nun einen Psychiater beauftragt. Dieser soll klären, ob Gurlitt bei der Erstellung seines Testaments am 9. Januar 2014 testierfähig war.

Das Gutachten werde nicht vor Oktober dieses Jahres fertig sein, teilte das OLG mit. Erst nach einer endgültigen Entscheidung über das Testament kann das Museum die Erbschaft antreten.

Cornelius Gurlitt, Sohn von Adolf Hitlers Kunsthändler Hildebrand Gurlitt, war am 6. Mai 2014 gestorben. Mit seiner Sammlung von mehr als 1500 Bildern in München und Salzburg stand er monatelang im Zentrum einer Debatte um Nazi-Raubkunst. Er vermachte seine komplette Sammlung dem Berner Museum.

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