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Herbert Zangs Rückkehr eines vergessenen Talents

Manchmal dauert es etwas, bis ein Künstler reif für eine Wiederentdeckung ist. So wie im Fall Herbert Zangs. Auktionshäuser und Händler haben inzwischen sein Marktpotenzial erkannt. Er fehlt auf kaum einer Messe.
26.01.2017 - 20:41 Uhr
Herbert Zangs' „O.T./ Scheibenwischer-Reihung“ von 1957. Quelle: Galerie Maulberger; Foto: George Ksandr
Seriell und doch mit persönlicher Handschrift

Herbert Zangs' „O.T./ Scheibenwischer-Reihung“ von 1957.

(Foto: Galerie Maulberger; Foto: George Ksandr)

Düsseldorf Den kompromisslos innovativen Künstler Herbert Zangs (1924 – 2003) kennt heute kaum noch einer. Doch zu Lebzeiten war der Teilnehmer der documenta 6 von 1977 befreundet mit den Dichtern Albert Camus und Günter Grass, den Schauspielerinnen Hildegard Knef, Marlene Dietrich und Elisabeth Flickenschildt, den tonangebenden Künstlern Norbert Kricke und Joseph Beuys. Trotz früher Ausstellungen in angesehenen Galerien im In- und Ausland verbaute sich der Egozentriker seine dauerhafte Präsenz in Museen und Galerien durch Unzuverlässigkeit und undiplomatische Aufritte.

Zangs spielt mit Neo-Dadaismus, Informel, Minimalismus, Objektkunst und durchbricht jedes Stilraster: „Ich bin die Stilrichtung. Und die ändert sich pausenlos wie mein Leben“, hat er proklamiert.

Preise zwischen 2.000 und 120.000 Euro

Seit einiger Zeit wird das vielschichtige Werk von Zangs wiederentdeckt: in Galerieausstellungen und Messepräsentationen durch die Galerie Maulberger aus München, aber auch durch Aktivitäten des Auktionshauses Ketterer und des Händlers Rüdiger Weng.

Herbert Zangs'
Mit Dispersionsfarbe auf Zeitung gemalt

Herbert Zangs' "O.T. / Blasenbild" von 1981.

(Foto: Galerie Maulberger, Foto: George Ksandr)

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