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Ketterer, Karl & Faber Rekordpreise für Außenseiter

Auch wenn die Taxen nicht im gehobenen Bereich liegen, gibt es spektakuläre Entwicklungen. Das bewiesen die Oktober-Auktionen in München von Karl & Faber und von Ketterer.
  • Sabine Spindler
05.11.2011 - 07:59 Uhr
Max Schimmer: „Der Einarmige“ (Ausschnitt) kostete bei Ketterer 80.500 Euro. Quelle: Ketterer

Max Schimmer: „Der Einarmige“ (Ausschnitt) kostete bei Ketterer 80.500 Euro.

(Foto: Ketterer)

München Einerseits Rekorde, andererseits solide Resultate können zwei Münchener Auktionshäuser verbuchen, die beide Ende Oktober Kunst versteigerten: Ketterer und Karl & Faber.

Zu den Vergessenen der Moderne zählt Max Schwimmer zwar nicht, wohl aber zu den Übersehenen. Aber das bestürzende Selbstporträt des Leipziger Malers und Illustrators mit dem bezeichnenden Titel "Der Einarmige", das Ketterer in seiner achten Ausgabe der "Seitenwege der deutschen Avantgarde" ausrief, hat wohl selbst Kenner überrascht.

1919 war der später eher grazile, klassisch-moderne Zeichner noch ganz dem Expressionismus verfallen: Aus dem Dunkel einer einstürzenden Stadt taucht ein verstörtes, großäugiges, mit expressivem Pinselstrich gemaltes Gesicht auf. Eine starke Metapher für Ohnmacht und Erschütterung nach dem Ersten Weltkrieg, aber auch für künstlerische Vitalität.

Schon allein die Realisierung des Schätzpreises von 14.000 bis 18.000 Euro wäre ein neuer Auktionsrekord für Schwimmer gewesen. Erst bei der Summe von 80.520 Euro brutto ging dieses Werk des späten Expressionismus, das in den 1920er-Jahren neben Arbeiten von Otto Dix und Paul Klee zur legendären Düsseldorfer Sammlung von Dr. Hans Koch gehörte, an einen Sammler aus Süddeutschland.

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    Der Sog der Klassischen Moderne zieht die vergessenen Maler mit

    Ob die weniger prominenten Künstlerpioniere des frühen 20. Jahrhunderts, die Verschollenen, Vergessenen und durch die Nazi-Herrschaft Verhinderten vom anhaltenden Boom der Klassischen Moderne profitieren, ist stets die große Frage bei Ketterers inzwischen zum Markenzeichen gewordenen Sonderauktion "Seitenwege der deutschen Avantgarde".

    Der Brutto-Umsatz von 319.225 Euro bei den diesjährigen "Seitenwegen" hat sich im Vergleich zum Vorjahr jedenfalls verdreifacht, die wertbezogene Quote liegt bei 210 Prozent.

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