Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Königin der Promotion Gar nicht so gaga, diese Lady

Lady Gaga schwingt sich an, Alleinherrscherin der Popwelt zu werden. Schlüssel zum Erfolg: beispiellose Nutzung von Social Media. Ihr neues Album verspricht, neue Rekord zu setzen - Gaga beweist einmal mehr Cleverness.
23.05.2011 - 15:29 Uhr Kommentieren
Popikone badet im eiskalten See
1. März 2015
1 von 27

Popstar Lady Gaga und US-Schauspieler Vince Vaughn sind für eine Spendenaktion in Chicago in den eiskalten Lake Michigan gesprungen.

(Foto: ap)
Im See
2 von 27

Lady Gagas Auftritt beim sogenannten Polar Plunge sei „eine sehr nette Überraschung gewesen“, berichtete die lokale Präsidentin der Special Olympics, Casey Hogan, am Sonntag. Den Special Olympics, die die weltweit größte Sportbewegung für Menschen mit geistiger Behinderung darstellen, sollen die erzielten Spendengelder zugutekommen.

(Foto: ap)
Wasserschlacht
3 von 27

Hogan zufolge nahmen insgesamt mehr als 4500 Menschen an der kalten Benefizaktion teil.

(Foto: Reuters)
Zu kalt
4 von 27

Lady Gaga wurde von Schauspieler Taylor Kinney ins Wasser getragen. Doch als beide nass waren, suchte der „Chicago Fire“-Darsteller das Weite. Kinney und die Musikerin hatten sich kürzlich verlobt.

(Foto: dpa)
Durchnässt
5 von 27

US-Schauspieler Vince Vaughn war wagemutiger als Lady Gaga. Der in einem Vorort von Chicago aufgewachsene Schauspieler ging in einem Eishockeytrikot und Jeans in den See, ehe er sich rückwärts ins Wasser sinken ließ.

(Foto: dpa)
Nach dem Bad
6 von 27

Gaga und Vaughn sind nicht die ersten Promis, die am Polar Plunge teilnehmen: Im Vorjahr war US-Moderator Jimmy Fallon in Anzug und Krawatte ins Wasser gehüpft - und hatte so geholfen, mehr als eine Million Dollar an Spenden zusammenzubekommen.

(Foto: dpa)
23. Februar 2015
7 von 27

Nach ihrem Auftritt auf der Oscar-Bühne kündigt Lady Gaga (28) nun eine ungewöhnliche Rolle an. Der Popstar wird in der fünften Staffel der US-TV-Serie „American Horror Story“ mitspielen.

(Foto: dpa)

Berlin/Düsseldorf Ein durchsichtiger Plazenta-Mantel, funkensprühende Brustgewehre und ein essbares Fleischkleid - diese und viele andere Kostüme und Accessoires haben die New Yorkerin Stefani Germanotta in den vergangenen drei Jahren zu dem gemacht, was sie heute ist: Exzentrikerin, Mega-Popstar, Fashion-Ikone und Twitter-Königin mit mehr als zehn Millionen Fans. Mit jedem Auftritt wachsen die Erwartungen an die 25-Jährige, sich selbst von neuem zu übertreffen. Ihre Kostüme werden immer schräger und ihre Bühnenauftritte immer kontroverser. Dabei versucht sie, ihrem Motto treu zu bleiben, sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist.

Diese Botschaft soll auch Lady Gagas neues Album vermitteln. „Born This Way“ ist seit dem 23. Mai auf den Markt und wurde vom Musikmagazin „Rolling Stone“ als das am meisten erwartete Album des Jahres 2011 eingestuft. Lady Gaga kündigte den Fans in dem Magazin eine „Hochzeit von elektronischer Musik mit bedeutendem, ja sogar epischem Metal oder Rock 'n' Roll“ und „Vorschlaghammer-artige Tanzrhythmen“ an. Das Album sei die Antwort auf viele ihrer eigenen Fragen danach, wer sie selbst sei und wie sie in ihrem zwischen Fantasie und Realität schwankenden Leben ihre Identität behalten kann.

Ihre Musik ist sicher nicht über jeden Zweifel erhaben, den Kompositionen mangelt es doch sicherlich nicht an Mass-Appeal. Natürlich ist der Erfolg „Gagas“ auch Resultat der wohl geschicktesten PR der Musikbranche. Die Lady inszeniert sich, in ihrer Bühnenpersönlichkeit geht die bisweilen so zurückhaltend und zerbrechlich wirkende, an Lupus erkrankte Stefani Germanotta vollends auf. Jeder ihrer Fans möchte wissen, wie sie als nächstes auffallend – oder auffällig – wird. Die Welt hängt an ihren Fingerspitzen, giert nach jedem Wort. Ein Coup, der sonst in dieser Form noch niemandem gelungen ist.

Bei Kurznachrichtendienst Twitter folgen ihr zehn Millionen Menschen, ihre Facebook-Seite hat satte 34 Millionen Fans. Die Bekanntheit hat ihren Preis, Privatsphäre hat Lady Gaga kaum. Allerdings kann wohl kaum ein anderer Star ohne auffälliges Outfit so unerkannt vor die Tür gehen. Kunstcharakter als Selbstschutz. Die Geschäftsfrau Germanotta wirkt selten wirklich „Gaga“, selbst wohltätige Aktionen werden ganz gezielt öffentlich gemacht. Tue Gutes und rede darüber: diese simple wie alte Maxime funktioniert auch im Jahr 2011 noch immer einwandfrei. Selbst, wenn dafür geniale Winkelzüge nötig sind. So wurde das Album über das äußerst populäre Facebook-Spiel „Farmville“ häppchenweise über mehrere Tage hinweg serviert. Gaga erreicht so die zahlreichen Spieler, Entwickler Zynga freut sich über zusätzliche Zugriffe. Die Musikstücke müssen über bestimmte „Quests“ freigespielt werden – ein Geschäftsmodell, das so brillant wie beängstigend ist. Beängstigend auch, dass die Lady erst seit 2008 bekannt ist und schon jetzt drauf und dran ist, eigene Rekorde zu jagen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    0 Kommentare zu "Königin der Promotion: Gar nicht so gaga, diese Lady"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%