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Kunst für den Gabentisch Schöne Geschenke für die eigenen vier Wände

Wer sehnt sich in Zeiten der Pandemie nicht nach „echter“ Kunst? Lesen Sie hier, wo sich nach Präsenten für jedes Budget stöbern lässt.
03.12.2020 - 18:22 Uhr Kommentieren
Das Seidentuch „Citizens' Investigation“ in schwarzem Siebdruck gibt es in  imitierter Edition von 2500 Exemplaren zu 250 Euro bei Taschen. Quelle: Taschen
Ai Weiwei

Das Seidentuch „Citizens' Investigation“ in schwarzem Siebdruck gibt es in imitierter Edition von 2500 Exemplaren zu 250 Euro bei Taschen.

(Foto: Taschen)

Düsseldorf Museen sind schon länger geschlossen und werden es wohl auch noch einige Zeit bleiben. Die Sehnsucht nach „echter“ Kunst wächst bei denen, die einen überraschenden Blick suchen oder Anregung zum Nachdenken. Hier stellen wir Kunstwerke und Editionen in verschiedenen Preisklassen vor, die sich auch als Weihnachtsgeschenk bestellen lassen.

Wer auf künstlerisch-politische Statements setzt, die den eigenen Auftritt aufwerten, wird beim Taschen-Verlag fündig. Starkünstler Ai Weiwei hat Editionen gemacht – zu erwerben über die Taschen-Shops und auf der Taschen-Website. Drei bekannte Motive aus dem Werk des Künstler-Aktivisten zieren jetzt die Seidenkarrees „Cats and Dogs“ in rotem, „Citizens“ Investigation“ in schwarzem und „Haircut“ in blauem Siebdruck. In einer Auflage von je 2500 Stück kosten die Schals 250 Euro.

Die Schultertaschen aus PVC sind mit einem transparenten Inlay ausgestattet. Mit typischen Scherenschnitten in Rot oder Weiß sind sie in zwei Motiven zu haben. In der limitierten Edition von abermals je 2500 Exemplaren liegen die Umhängetaschen bei 400 Euro.

Das „Kölner Kissen II“ stellt zurzeit die Galerie Hengevoss-Dürkop in Hamburg aus. Es kostet 480 Euro. Quelle: Cony Theis; VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Cony Theis

Das „Kölner Kissen II“ stellt zurzeit die Galerie Hengevoss-Dürkop in Hamburg aus. Es kostet 480 Euro.

(Foto: Cony Theis; VG Bild-Kunst, Bonn 2020)

Nichts zum Knuffen ist das „Kölner Kissen II“ von Cony Theis. Das verbietet bereits die Herstellung dieser auf 100 Exemplare limitierten Unikat-Serie, der erst ein beherzter Handkantenschlag zur ebenso ordentlichen wie wiedererkennbaren Form verholfen hat. In Beton abgegossen wird aus dem kleinen wattierten Sofakissen ein anspielungsreiches Souvenir. Es zitiert nicht nur die bekannten Türme des Kölner Doms, sondern nimmt auch den deutschen Hang zu Ordnung und Gemütlichkeit aufs Korn. Dabei täuscht seine Oberflächengestaltung die anschmiegsame, weiche Stofflichkeit nur vor.
Kennern der Kunstgeschichte kommt da Claes Oldenburg in den Sinn, mit seinen aus Stoff geformten Großskulpturen alltäglicher Dinge und einer Kölner Installation aus einem umgedrehten Eishörnchen. Ursprünglich nämlich schwebten dem schwedischen Pop Art-Künstler – in Anspielung auf den Kölner Dom – zwei umgedrehte Eistüten vor. Die Galerie Hengevoss-Dürkop in Hamburg bietet Theis' „Kölner Kissen II“ zum Preis von 480 Euro in den Farben Hellgrün, Weiß, Hellblau und Orange an. Jedes Exemplar hat eine klein wenig andere Form.

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    Die charmante Maske ist über den Shop der Neuen Galerie in New York zu beziehen. Sie zeigt einen Ausschnitt aus dem Gemälde „Adele Bloch-Bauer I“ von Gustav Klimt. Quelle: Neue Galerie, New York
    „Adele’s Kiss“

    Die charmante Maske ist über den Shop der Neuen Galerie in New York zu beziehen. Sie zeigt einen Ausschnitt aus dem Gemälde „Adele Bloch-Bauer I“ von Gustav Klimt.

    (Foto: Neue Galerie, New York)

    Masken, die vor Aerosolen schützen, sind inzwischen Symbol für das Corona-Jahr und Tüpfelchen auf dem i beim persönlichen Style. Modebewusste können jetzt Anleihen machen beim Jugendstilmaler Gustav Klimt, der seine Auftraggeberin Adele Bloch-Bauer in Goldglanz hüllte.

    Für die Neue Galerie in New York, das private Museum für deutsche und österreichische Kunst, ersteigerte ihr Gründer, der Kosmetikerbe Ronald Lauder, Klimts Gemälde „Adele Bloch-Bauer I“. 2006 bezahlte er für das Meisterwerk den Rekordpreis von kolportierten 135 Millionen Dollar.

    Der Shop der Neuen Galerie hat eine Maske herstellen lassen mit Adele Bauers lächelndem Mund. „Adele’s Kiss“, so die Werbeprosa, kostet in Bio-Baumwolle 24 Dollar. Wer’s distanzierter mag, wählt ein streng geometrisches Muster von Josef Hoffmann, dem großen Designer der Wiener Werkstätte, für 22 Dollar.

    Das Objekt ändert seine Farbigkeit, wenn sich der Betrachter an ihm vorbeibewegt. Quelle: Gunter Lepkowski/ Alexander Ochs Private/VG Bild-Kunst, Bonn 2020
    Tanja Rochelmeyer „o.T. (W0220)“

    Das Objekt ändert seine Farbigkeit, wenn sich der Betrachter an ihm vorbeibewegt.

    (Foto: Gunter Lepkowski/ Alexander Ochs Private/VG Bild-Kunst, Bonn 2020)

    Wer sich schwertut mit Multiples, Auflagen und weltberühmten Motiven auf Seide, verabrede sich mit Alexander Ochs. Der Wahl-Berliner ist leidenschaftlicher Ausstellungsmacher und Galerist. In seinem Salon veranstaltet er Ausstellungen. Die aktuelle heißt „Art in the time of C.“. Man denkt an Corona und daran, dass Galerien kaum mehr verkaufen und viele Künstler längst existenzielle Probleme schultern müssen. Man denkt aber auch an Weihnachten.

    An den verbleibenden drei verkaufsoffenen Adventssonntagen können sich „zwei Haushalte“ zwischen 14 und 20 Uhr gleichzeitig Werke von 22 angesagten Kunstschaffenden ansehen, Tee schlürfen und Gebäck knabbern. Damit das hygienekonform gelingt, muss man sich vorher anmelden unter [email protected]

    Sieht echt aus, ist aber zusammengesetzt aus vielen Zitaten. Quelle: Alexander Ochs Private/VG Bild-Kunst Bonn, 2020
    Sven Drühl „S.D.C.G.T.“

    Sieht echt aus, ist aber zusammengesetzt aus vielen Zitaten.

    (Foto: Alexander Ochs Private/VG Bild-Kunst Bonn, 2020)

    Es gibt viel lässig präsentierte Kunst, die in Ruhe betrachtet werden will. Die spitzen Keramikschalen von Young Jae Lee etwa, die ihre Wirkung in der Hand entfalten, die sie dreht, um all ihre Seiten zu bestaunen – zu haben für 650 Euro. Die leuchtend farbigen Wandarbeiten von Tanja Rochelmayer, die ihre Schnittmengen und Mischfarben stets ändern, wenn sich der Betrachter bewegt. Oder die Bergmassive von Sven Drühl, die die Erhabenheit der jahrtausendealten Natur nur scheinbar vermitteln. Denn die Lackarbeiten sind kein Abbild berühmter Gipfel, eher eine Collage aus Malereizitaten.

    Die Preise dieser gemalten Kommentare über Bergmalerei liegen je nach Format zwischen 4100 und 16.000 Euro. Das mag das eine oder andere Budget für Weihnachtsgeschenke vielleicht überschreiten. Aber die schönsten Geschenke sind die an sich selbst oder die eigenen vier Wände. Und die sind schließlich der Ort, an dem wir uns im jetzigen und im kommenden Lockdown Tag und Nacht aufhalten.

    Diese gelungene Mischung aus Statement, Kunst und Leuchte ist ein Produkt der Firma
    Worte, zum Strahlen gebracht

    Diese gelungene Mischung aus Statement, Kunst und Leuchte ist ein Produkt der Firma "made for a reason" von Mario von Kelterborn

    (Foto: made for a reason)

    Im Lockdown haben alle erfahren, wie wichtig das private Umfeld geworden ist. Kunstfreunden, die etwas für zu Hause suchen, gefällt vielleicht Wortkunst mit Leuchtkraft. Es gibt gute und böse, liebevolle und auffordernde Worte. Manche möchte man geschenkt bekommen, damit man sie nie mehr vergisst. Das Wort „DOCH“ etwa klingt wie ein Appell zum Machen – allen Bedenkenträgern zum Trotz, aus Freude am Widerspruch. LEDs bringen das in Acrylglas gefräste Wort in 16 verschiedenen Farben zum Leuchten.

    Die Idee hatte Mario von Kelterborn. „Worte können Begleiter sein“, fand der Frankfurter Unternehmer und Kunstsammler. Und dachte dabei an Worte, die kurz, prägnant und stark genug sind, um Geschichten zu erzählen. Vertrieben wird die gelungene Mischung aus Statement, Kunst und Leuchte von Kelterborns Firma „made for a reason“.

    Leuchtworte zum Austauschen

    Das Komplett-Set beinhaltet einen massiven, mit LEDs bestückten Aluminiumsockel, der mit gesonderter Halterung auch an der Wand befestigt werden kann, und eine Acrylglas-Edition. Die unlimitierten Leuchtworte „ALLES“ und „FRIENDS“ gibt es zum Einführungspreis für 585 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten, ab 2021 für 800 Euro. Die auf 199 Exemplare limitierten Editionen – etwa „DREAMS ON!“ oder „DOCH!“ – sind noch für 800 Euro zu haben, später kosten sie 1000 Euro. Zusätzliche Leuchtworte zum Austauschen kosten unlimitiert jeweils 300 Euro, limitierte und personalisierte Exemplare 400 Euro (ab Januar 500 Euro).

    Am kommenden Sonntag öffnen wieder viele Berliner Galerien für „Sunday Open“ von Index Berlin ihre Türen und laden zu einem vorweihnachtlichen Spaziergang mit Kunst ein! Die teilnehmenden Galerien finden Sie unter Index Berlin. Außerdem haben so gut wie alle deutschen Museumsshops punktuell geöffnet. Dort lässt es sich – budgetkonform – ebenso nach netten Geschenken stöbern.

    Mehr: Digitalhandel: Zwei deutsche Börsenlieblinge im Kunstmarkt

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