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Kunst-Koryphäe Österreicher Max Hollein wird Direktor des New Yorker Met Museums

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Steht das Museum vor dem Untergang?

In Manhattan erwartet ihn natürlich eine andere Größenordnung. Das Metropolitan Museum ist der Star der opulenten New Yorker Kunstszene. Mehr als sieben Millionen Besucher brachten der Institution im vergangenen Jahr einen Rekord ein und machten sie zu einem der bestbesuchten Museen der Welt.

Aber das Haus fällt auch mit Negativ-Schlagzeilen auf: Ein geplanter 600 Millionen Dollar teurer Anbau musste abgesagt werden, denn das Museum hat Millionen Schulden. Dutzende Mitarbeiter wurden entlassen, und seit einigen Wochen müssen Besucher, die nicht in New York leben, erstmals 25 Dollar Eintritt zahlen. „Ist das Metropolitan Museum eine große Institution im Untergang?“, fragte die „New York Times“.

Direktor Campbell musste gehen. Viele sahen die Schuld bei ihm: Er habe zuviel in die digitale Präsenz des Museums investiert und in eine unnötige Image-Kampagne. Außerdem habe er sich mit dem „Met Breuer“ überhoben, dem ehemaligen Whitney-Museum nur einige Straßenblocks entfernt vom Stammhaus, das das Metropolitan Museum als Außenstelle für moderne und zeitgenössische Kunst betreibt. Eine weitere Außenstelle für mittelalterliche Kunst, die „Cloisters“, gibt es an der Nordspitze Manhattans.

Nachfolger Hollein erbt alle diese Baustellen. Über konkrete Pläne will er noch nicht sprechen. Am Mittwoch wollte er nach New York fliegen, um sich den über 2200 Mitarbeitern vorzustellen. „Ich beginne im August in New York. Bis dahin mache ich auf keinen Fall irgendwelche Ankündigungen“, sagt Hollein.

Er will aber an dem Kurs festhalten, das Thema „Diversity“, also Multikulturalität, in Ausstellungen zu integrieren. „Das ist etwas, was gerade enzyklopädische Museen in Zukunft noch viel mehr begleiten wird. In diesem Kontext wird die Met - als die herausragende enzyklopädische Museumsinstitution - weiter große Zeichen setzen.“

In San Francisco hat Hollein in den kommenden Monaten noch ein volles und buntes Programm - mit einer großen Schau des amerikanischen Malers Julian Schnabel und Ausstellungen über Propagandakunst und die Werke der Präraffaeliten. „Wir lieben diese wunderschöne Stadt“, sagt der verheiratete Vater von drei Kindern über San Francisco. „Aber meine Frau und ich freuen uns riesig auf das großartige New York.“

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  • dpa
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