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Kunstberater Achenbach steht vor neuem Prozess

Wegen Millionenbetrugs wurde Kunstberater Helge Achenbach bereits im März zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Jetzt liegt eine neue Schadensersatzklage gegen ihn vor. Es geht um fast drei Millionen Euro.
15.04.2015 - 12:06 Uhr Kommentieren
Der einst anerkannte Kunstberater muss sich voraussichtlich im Frühjahr 2016 erneut vor Gericht verantworten. Quelle: dpa
Helge Achenbach vor Gericht

Der einst anerkannte Kunstberater muss sich voraussichtlich im Frühjahr 2016 erneut vor Gericht verantworten.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der zu sechs Jahren Gefängnis verurteilte Kunstberater Helge Achenbach steht vor einem neuen Prozess. Dabei gehe es um eine Schadensersatzklage eines Mitglieds der Unternehmerfamilie Viehof aus Mönchengladbach in Höhe von insgesamt fast drei Millionen Euro, sagte eine Sprecherin des Düsseldorfer Landgerichts am Mittwoch. Nach derzeitigem Stand sei mit der mündlichen Verhandlung in dem Zivilverfahren im Frühjahr 2016 zu rechnen. Ein schriftliches Vorverfahren sei bereits angeordnet worden.

Nach Ansicht der Kläger soll Achenbach überhöhte Preise bei dem Verkauf von 58 Papierarbeiten und sieben Ölgemälden von Georg Baselitz und eine Skulptur von Tony Cragg genommen haben. Außerdem gehe es in der Klage um einen komplizierten Darlehensvertrag.

Das Landgericht Essen hatte den einst anerkannten Kunstberater Achenbach im März wegen Millionenbetrugs an dem 2012 gestorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht und dem Pharma-Unternehmer Christian Boehringer zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt.

Vom Landgericht Düsseldorf war Achenbach in einem Zivilprozess bereits zur Zahlung von 19,4 Millionen Euro Schadensersatz an die Albrecht-Erben verurteilt worden. Gegen beide Urteile gehen die Anwälte Achenbachs vor.

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    Achenbach, der am 17. April 63 Jahre alt wird, sitzt bereits seit Juni 2014 in Untersuchungshaft.

    • dpa
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