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Kunstmesse Art Basel Gesucht wird ein neuer Miteigentümer

Die öffentlichen Mehrheitseigner der Schweizer Messegesellschaft MCH Group bemühen sich um einen Investor. Als möglicher Käufer wird auch der Medienunternehmer Rupert Murdoch gehandelt.
02.07.2020 - 10:49 Uhr Kommentieren
Für die renommierte Kunstmesse läuft die Suche nach einem neuen Miteigentümer. Quelle: Foto: Fabrice Coffrini / AFP
Art Basel

Für die renommierte Kunstmesse läuft die Suche nach einem neuen Miteigentümer.

(Foto: Foto: Fabrice Coffrini / AFP)

Berlin Das Tauziehen um die Schweizer Messegesellschaft MCH Group gewinnt an Dynamik. Objekt der Begehrlichkeiten ist dabei ihre prominenteste verbliebene Veranstaltung, die Art Basel. Die Kantone und Städte Basel und Zürich haben sich jetzt bereit erklärt, ihre Stimmenmehrheit aufzugeben und einen neuen Investor über eine Kapitalerhöhung ins Boot zu holen.

Nachdem mit der Uhrenmesse Baselworld das ehemalige Zugpferd der Messe Schweiz wegen massiven Ausstellerschwunds aufgegeben werden musste, war der Konzern in Schieflage geraten, vor allem durch hohe Abschreibungen auf die nicht mehr ausgelasteten Messehallen.

Beide Aspekte der geplanten Maßnahme treffen jedoch auf Widerspruch. Zum einen werden als mögliche Ankerinvestoren der umstrittene Medienunternehmer Rupert Murdoch (u.a. Foxnews) und sein Sohn James gehandelt. Ihnen sollen Recherchen der NZZ zufolge für 100 Millionen Franken 30 Prozent der Aktien zu einem Kurs von lediglich 10 Franken angedient werden, weit unter dem offiziellen Börsenkurs, der seit Wochen um 17 Franken pendelt.

Die Murdochs hatte vorher kaum jemand auf dem Zettel, da sie vollkommen branchenfremd sind. Vor allem scheint ein besseres Angebot auf dem Tisch zu liegen, das die MCH jedoch ignoriert haben soll. Der Hongkonger Milliardär und Kunstsammler Adrian Cheng betreibt mit K11 bereits eine Kunstplattform – unter anderem in Shopping Malls – und ist bereits mit 3 Prozent an der MCH beteiligt.

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    Die Messegesellschaft gibt mit Hinweis auf den laufenden Prozess nur sehr schmallippig Antwort: „Auf Grund des definierten Anforderungsprofils ist ein Teil dieser potentiellen Investoren zur Einreichung eines Angebots für eine Beteiligung an der MCH Group eingeladen worden.“

    Der Schweizer Erhard Lee wurde nicht angesprochen. Er ist nach eigenen Angaben seit 15 Jahren bei der AG engagiert und hält über den AMG Fonds 10 Prozent der Aktien. Insgesamt soll er noch einmal mindestens die gleiche Menge kontrollieren. Die geplante Kapitalerhöhung hält er für überflüssig: „Wir wurden nicht eingebunden in die Strategie. Die Gesellschaft braucht im Moment kein Kapital, das ist rein politisch. Klar geht es im Moment schlecht, aber sie haben ja noch 140 Millionen in der Kasse.“

    Neue Geschäftsfelder durch die Industrialisierung

    Lee empfiehlt einen Teilverkauf der Art Basel: „Ich bin dafür, strategische Investoren ins Boot zu holen, etwa indem man 30 Prozent der Art Basel abgibt. Man hätte immer noch zwei Drittel, einen kompetenten Partner, der neue Impulse ins Unternehmen bringt und ungefähr 100 Millionen Franken in der Kasse.“

    So ähnlich sieht das auch die Investorin Annette Schömmel, die stark in Asien engagiert ist und nach eigenen Angaben die Schweizer schon früher beraten hat. Ihr schwebt eine deutliche Erweiterung des Geschäftsfeldes vor: „Was man heute global bereits sieht – in Asien, London oder den USA – ist so etwas wie ein sich industrialisierender Kunstsektor. Das ist für viele aus dem traditionellen Kunstmarkt schwer zu verstehen. Da entstehen ganz neue Geschäftsfelder. Die Art Basel hat als stärkste Marke die Perspektive, da neue Felder zu entwickeln.“

    Mit ihrer Gesellschaft Xanadu Alpha analysiert Schömmel eine mögliche Beteiligung an der Kapitalerhöhung: „Mittelfristig eröffnen sich der Art Basel dynamischere Entwicklungsoptionen, wenn man sie teilweise aus der MCH herauslöst.“

    Mehr: Kunstmesse: Auf der virtuellen Art Basel gibt es auch preiswerte Kunst

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